INTEGRATION 04.12.2013

PISA-Studie: Migranten als Risikoschüler

© zVg.
Obwohl laut PISA-Studie die heimischen Schüler nun mit 506 Punkten deutlich über dem OECD-Schnitt liegen, geht zugleich die Kluft zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund weiter auseinander.


Das zeigt sich in der Studie vor allem am Beispiel Mathematik: Schüler ohne Migrationshintergrund erreichen in Österreich im Schnitt 60 Punkte mehr als jene mit Migrationshintergrund. Auffallend ist im europäischen Vergleich, dass bei den Ergebnissen der österreichischen Schüler mit Migrationshintergrund – im Unterschied zum OECD-Durchschnitt – in ihren Leistungen weiterhin stagnieren. In der OECD-Studie konnten sich Migranten im Durchschnitt um 11 Punkte verbessern – leider trifft das nicht auf Österreich zu, welches bei Leistungen von migrantischen Schülern immer noch auf dem Stand von 2003 geblieben ist.

Sozial schwächere Familien

Laut der Studie sind Migrantenkinder doppelt so häufig in der sogenannten „Risikogruppe“ vertreten. Damit sind Schüler gemeint, die entweder gar keine oder nur leichte Aufgaben lösen können. In der Gruppe der leistungsstärksten Schüler machen Migranten nur 7 Prozent aus.

Das schlechte Abschneiden der österreichischen Schüler mit Migrationshintergrund erklärt sich vor allem durch den oft soziökonomisch niedrigeren Status ihrer Familien im Vergleich zu Einheimischen. So erreichen Schüler, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss haben, sogar um 104 Punkte weniger als Kinder von akademisch gebildeten Personen.

Obwohl die PISA-Studie für Österreich im Gesamtergebnis erfreulich ist, stellt sich ebenso die Frage wieso es seit 2003 keine Strategie gibt, die die Leistungen der Schüler mit Migrationshintergrund langfristig verbessern könnte.

KOSMO-Redaktion

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