REGION 16.06.2015

Nikolic sagt Bosnienbesuch ab

© zvg.
Der serbische Präsident Tomislav Nikolić kommt heute nicht nach Sarajevo. Im Lichte der angespannten politischen Lage zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien wurde ihm nahegelegt, der geplanten Staatsbesuch zu verschieben.

Laut Medienberichten kam dieser Vorschlag vom bosniakischen Mitglied des bosnisch-herzegowinischen Staatspräsidiums Bakir Izetbegović. Da Serbien erneut eine internationale Fahndung nach dem Kriegskommandanten von Srebrenica Naser Orić ausgestellt hatte, verstoße es laut Izetbegović gegen das bereits unterzeichnete zwischenstaatliche Abkommen zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien.

Verstoß gegen Abkommen

Dieses sieht vor, dass Kriegsverbrechen ausschließlich in dem Staat vor Gericht gebracht werden sollen, in dem das mutmaßliche Verbrechen begangen wurde. "Da Naser Orić einen legalen Aufenthalt in Bosnien-Herzegowina hat und den Gerichten in Bosnien-Herzegowina zur Verfügung steht, haben wir erwartet, dass Serbien seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfüllt", so Izetbegović.

"Serbien will guter Nachbar sein"


Aus dem Büro von Serbiens Präsident Tomislav Nikolić wurde indessen mitgeteilt, dass sich Serbien um gute nachbarschaftliche Beziehungen zu Bosnien-Herzegowina bemüht. "Serbien wird nicht auf die Politik des Friedens, der Versöhnung und des Vertrauens verzichten. Präsident Nikolić ist immer bereit, Bosnien-Herzegowina zu besuchen, wenn die drei Mitglieder des Staatspräsidiums das einstimmig befürworten", so Nikolićs Büro.

KOSMO-Redaktion

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