INTEGRATION 26.06.2014

Neue MA-35-Außenstelle für EWR-Bürger

© Kromus/PID
Zuwanderer aus EWR-Staaten bekommen ein neues Zentrum im zwölften Bezirk. Die Maßnahme beschleunigt die Verfahren und entlastet die bisherigen Stellen der MA 35 um 40.000 Antragssteller.


Angehörige von EWR-Staaten (EU plus Island, Liechtenstein und Norwegen) und deren Ehepartner haben seit vergangener Woche ein eigenes Zentrum der MA 35 bekommen. Mit der neuen Amtsstelle soll vor allem der bisherige Standort in der Dresdnerstraße entlastet werden. Die Wiener Integrationsstadträtin Sonja Frauenberger, Abteilungsleiter der MA 35 Werner Sedlak und die Bezirksvorsteherin des zwölften Bezirks Gabriele Votava führten interessierte Medienvertreter gestern durch die neuen Räumlichkeiten in der Arndtstraße 65-67.

“Mit dem neuen Zentrum ist es uns gelungen, rund 40.000 Antragssteller von der Dresdnerstraße hierher zu verlagern. Die Entlastung ist schon in den ersten Tagen deutlich spürbar“, bestätigte Werner Sedlak. Derzeit werden in dem neuen Zentrum täglich knapp 300 Antragssteller aus EWR-Staaten betreut. Insgesamt 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MA 35 sind für einen reibungslosen Ablauf zuständig.

One-Stop-Prinzip

Organisiert ist der Prozess nach dem One-Stop-Prinzip – alle notwendigen Schritte können an einer einzigen Stelle erledigt werden. Die Anmeldung ist, sofern man alle notwendigen Dokumente mitgebracht hat, mit einem einzigen Besuch erledigt und soll im Idealfall nicht länger als eine halbe Stunde dauern.

„Angehörige von EWR-Staaten wissen oft gar nicht, dass sie verpflichtet sind, sich bei der MA 35 eine Anmeldebescheinigung zu beantragen“, gab Integrationsstadträtin Frauenberger zu bedenken. Trotz der allgemeinen Reise- und Berufsfreiheit innerhalb der EU bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums ist eine Anmeldung bei der MA 35 verpflichten, sobald sie planen länger als drei Monate in Österreich zu bleiben. Erfolgt eine solche Anmeldung nicht bis zum Ende des vierten Monats ihres Aufenthalts, können sie eine Verwaltungsstraße in Höhe von 50 bis 250 Euro bekommen.

KOSMO-Redaktion

Infos auf www.wien.gv.at

MA 35: „Es gibt noch Verbesserungspotenzial“

Linz: Bosniaken eröffnen Moschee

47 Sprachen an Wiener Apotheken

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook