INTERVIEW 07.01.2014

Nachwuchsstars auf der Überholspur

© KOSMO / Radule Božinović
KOSMO interviewte zwei Nachwuchsspieler der Wiener Austria mit Wurzeln in Ex-Jugoslawien: den Stürmer Nikola Životić und den Torhüter Osman Hadžikić.


Seit der Saison 2013/14 spielen 32 Nachwuchsteams in der UEFA-Youth-League um den  Nachwuchstitel. Die U-19 Spieler der FK Austria haben beachtenswerte Ergebnisse gegen Topmannschaften wie FC Porto oder Atletico Madrid geliefert. In einem Gespräch mit dem zweifachen Torschützen Nikola Životić und dem Torhüter Osman Hadžikić versuchten wir mehr über diese Erfolgsserie zu erfahren.

Wie seid ihr zum Fußball gekommen, was war die Inspiration?

Osman Hadžikić: Ich habe mit dem Fußball schon als Kind begonnen. Mit sieben Jahren nahm mich mein Vater zum SV Schwechat. Dabei habe ich meinen Eltern viel zu verdanken, denn Sie investierten viel Zeit in mich und meinen Bruder Nihad, der auch Fußballer ist.

Nikola Životić: Mit sechs Jahren begann ich bei dem Post SV. Bei mir ist es von mir selbst ausgegangen. Aber mein Vater hat mit den Jahren bemerkt, dass ich Talent habe.

Wie schafft ihr es, die Schule und das Training zu vereinen?

Hadžikić: Lehrer und Trainer nehmen sehr viel Rücksicht darauf. Wenn man sich bemüht, kann man beides hinkriegen. Es wird jedoch anspruchsvoller, da ich in der 7. Klasse Oberstufengymnasium bin.

Životić:In fünf Monaten habe ich die Abschlussprüfung in der Handelsschule. Ich habe viel nachzuholen, aber ich werde es schaffen.

Fehlt es Euch an Freizeit?

Životić: Unter der Woche haben wir nicht so viel Freizeit, aber dafür an den Wochenenden.

Hadžikić: Wir unternehmen viel mit unseren Teamkollegen. Wir haben viele Jugos in unserer Mannschaft (lacht).

Was für fußballerische Vorbilder habt ihr im Verein und International?

Hadžikić: Heinz Lindner, Austrias Fußballtorhüter. Ich kann sehr viel von ihm lernen und er gibt mir sehr viele Tipps im Training. International bewundere ich Iker Casillas vom Real Madrid, er hat eine schnelle Reaktion und einen großen Sprung.

Životić: Im Verein ist es der Mittelfeldspieler Alexander Gorgon, aber er ist zur Zeit verletzt. Ein internationales Vorbild ist natürlich Zlatan Ibrahimović vom Paris Saint-Germain. Wie er sich mit seinen 1,95cm Körpergröße bewegt ist ein Wahnsinn.

Osman, würdest du es in Erwägung ziehen für Bosnien und Herzegowina zu spielen?

Hadžikić: Wenn ich für die erste Mannschaft spielen könnte, sicher. Es ist immer ein irres Gefühl für sein eigenes Land spielen zu dürfen. Wenn ich die Chance hätte, neben Edin Džeko zu stehen, auf jeden Fall.

Und für Österreich?

Hadžikić: Welche Nationalmannschaft mich als Erste nimmt, für die werde ich mein Bestes geben.

Wie lange kennt ihr euch Beide schon?

Hadžikić: Wir kennen uns schon seit zehn Jahren. Unsere Eltern kennen sich auch eine kleine Ewigkeit. Früher, wo wir in verschiedenen Jugendmannschaften gespielt hatten, dachte ich immer, „Životić, nur von ihm darf ich kein Tor bekommen.“ Jeder hatte Angst vor seinen Schüssen, ein gefährlicher Stürmer, der neue Ibra.

Was erwartet ihr von 2014 in Bezug auf Schule, Fußball oder Freundinnen?

Životić: Über Freundinnen müssen wir uns keine Gedanken machen (lacht). Die Schule noch fertig machen und im Fußball möglichst viel erreichen, um in den Profi-Kader aufzusteigen.

Hadžikić: 2014 ist mein letztes Vertragsjahr bei der Austria. Wenn mich der Trainer Herbert Gager will, würde ich bei der Austria bleiben. Mit den Trainern der Kampfmannschaft Nenad Bjelica und Franz Gruber trainiere ich oft und wir haben ein gutes Verhältnis.

Euer Tipp für die WM 2014 in Brasilien?

Hadžikić: Bosnien wird in der ersten Runde weiter kommen.

Interview: Josip Andrejevski / KOSMO

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