INTEGRATION 29.06.2015

Muslimische Jugendliche besuchten Holocaust-Mahnmal

© PID/Fürthner
Die Muslimische Jugend Österreichs (MJÖ) besuchte ein Denkmal an der ehemaligen Gestapo-Leitstelle in Wien.

Rund 40 muslimische Jugendliche besuchten im Rahmen des Vermittlungsprogramms „Go for Culture“ die Ausstellungen und Installationen rund um den Morzinplatz, wo sich zur Zeit des Nationalsozialismus die Gestapo-Leitstelle Wien. Im Rahmen der Wiener Festwochen wurde der Platz an dem sich heute ein Mahnmal befindet besucht und die historischen Fakten vermittelt.

 „Gerade für uns muslimische Jugendliche mit Migrationshintergrund ist es wichtig, sich mit der dunklen Geschichte unserer Heimatstadt zu beschäftigen. Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung sind keine Meinung, sondern haben zu den größten Verbrechen geführt. Niemals vergessen heißt für uns, gegen jegliche Formen von Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit zu aufzutreten und sich für Chancengleichheit und eine solidarische Gesellschaft einzusetzen“, sagte Fahad Al-Rawi von der Jugend der Initiative Muslimischer Österreicher (JIMÖ).

 „Die Vermittlung der NS-Gräuel ist eine selbstverständliche Verantwortung von uns Nachgeborenen. Nur so können kollektives Erinnern und Bewusstsein entstehen“, sagte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath Pokorny und betonte, dass es wichtig sei, Österreichs Vergangenheit auch Zuwanderern oder Menschen mit Migrationshintergrund zu vermitteln.


KOSMO-Redaktion

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