INTEGRATION 11.02.2015

Muslimin bekommt Schadenersatz für Diskriminierung

© zVg.
Weil sie wegen ihres Kopftuchs beim Bewerbungsgespräch diskriminiert wurde, bekam eine junge Muslimin vom Gericht 1.500 Euro Schadenersatz zugesprochen.


Die junge Linzerin mulimischen Glaubens hatte sich für eine ausgeschriebene Stelle bei einem Metallbetrieb beworben. Beim Gespräch mit der Mitarbeiterin des Personalvermittlers war sie mit dem Satz „Wenn Sie den Fetzen runter geben, dann schauen wir uns das an“ auf ihr Kopftuch angesprochen worden. Als sie anbot statt des Kopftuchs eine Perücke zu tragen, die ihre Haare bedeckte, wurde sie von ihrer Gesprächspartnerin ausgelacht und als „Hinterwäldlerin“ bezeichnet.

Die junge Frau wandte sich an die Gleichbehandlungskommission im Kanzleramt, wo ein eindeutiger Fall von Diskriminierung festgestellt wurde. Mithilfe der Arbeiterkammer wurde ihr von einem Arbeits- und Sozialgericht ein Schadenersatz von 1.500 Euro zugesprochen.

 „Niemand darf aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung in Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden, insbesondere nicht bei der Begründung eines Arbeitsverhältnisses“, heißt es im Gleichbehandlungsgesetz.

KOSMO-Redaktion

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