INTEGRATION 12.02.2014

Muslime beim Blutspenden abgewiesen

© zVg.
Eine Blutspendenaktion muslimischer Vereine in Österreich wurde vom Roten Kreuz aufgrund von Gesundheitsrisiken abgelehnt. Muslime fühlen sich diskriminiert.


Der Fall hatte für Empörung unter den Muslimen in Österreich gesorgt. Eine von der Islamischen Religionsgemeinde in Oberösterreich initiierte Blutspendenaktion war vom Roten Kreuz abgelehnt worden. Mit der Begründung, dass es sich bei den Spendern um Menschen muslimischer Herkunft handle. Auch andere muslimische Vereine gaben an, von dem Blutspendenverbot betroffen zu sein. Das Vorgehen des Roten Kreuzes wurde als diskriminierend empfunden. Nun kam es zu einer Entschuldigung und eine Korrektur von Seiten des Roten Kreuzes.

"Wer eine Blutspende abgeben darf, ist rein medizinisch fundiert - ungeachtet der Hautfarbe oder der Religion", betonte der ärztliche Leiter der Blutzentrale Linz, Christian Gabriel, in einer APA-Aussendung. Es sei eine Tatsache, dass in Südosteuropa Hepatitis-B-Antikörper häufig seien. Das sei der einzige Grund für die  Zurückhaltung bei Anfragen von Kulturvereinen, die diesen Regionen entstammen, heißt es von Seiten des Roten Kreuzes.

Die Islamische Religionsgemeinde gab in den Medien zu bedenken,  dass viele der Österreicherinnen und Österreicher mit muslimischem Religionsbekenntnis in Österreich geboren, aufgewachsen und seit ihrer Geburt ständig in das heimische Gesundheitssystem eingebunden sind. Diese Tatsache scheint, wie es heißt, kaum Beachtung zu finden.

KOSMO-Redaktion

Lesen Sie mehr aus der INTEGRATION

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook