POLITIK 13.02.2015

Moskau über kroatische Soldaten verärgert

Das offizielle Russland hat gestern Kroatien aufgerufen, die Teilnahme von freiwilligen kroatischen Kämpfern in der ukrainischen Armee zu verhindern. Kroaten und Serben kämpfen gegeneinander in der Ukraine.

Moskau war von der Aussage der kroatischen Außenministerin Vesna Pusić über die Kroaten in der ukrainischen Armee schockiert. Die Ministerin bestätigte diese Woche, kroatische Freiwillige nähmen auf der Seite der ukrainischen Regierung in den Kämpfen in der Ostukraine teil. Pusić hätte dabei laut Moskau diese Praxis nicht explizit als illegal bezeichnet.

„Wir rufen Zagreb und andere Regierungen auf, diese abwegige Praxis zu verhindern“, teilte das russische Außenministerium mit. Der kroatische Premierminister Milanović sagte unterdessen, dass die Teilnahme von Kroaten in der ukrainischen Armee „eine übliche Angelegenheit“ ist und keine Unterstützung von kroatischen Behörden hat.

"Neuer serbisch-kroatischer Krieg"


Milanović wollte diese Praxis aber nicht mit Terrorismus in Verbindung setzen. Auf der anderen Seite haben serbische Nachrichtendienste rund 50 serbische Staatsbürger registriert, die als Mitglieder der nationalistischen Tschetnik-Bewegung auf der Seite der prorussischen Separatisten in der Ukraine kämpfen. Spanische Medien haben die Teilnahme von Kroaten und Serben auf unterschiedlichen Seiten im Ukraine-Konflikt bereits als „neuen serbisch-kroatischen Krieg“ tituliert.

KOSMO-Redaktion

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