INTEGRATION 23.01.2015

Migranten und Gesundheit: Wenig Wissen, mehr Risiko

© zVg.
Heute wurde in der Arbeiterkammer Wien (AK) eine Konferenz zum Thema Migranten und Gesundheit organisiert. Die AK weist auf Zusammenhang von Ungleichheit und Gesundheitsproblemen hin.


Die Konferenz wurde von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser und Arbeiterkammer-Präsident Rudi Kaske eröffnet. Kaske betonte in seiner Einführungsrede die Notwendigkeit, soziale Ungleichheit zu beseitigen: „Wer weniger verdient, hat auch weniger Zeit und Geld, um etwas für seine Gesundheit zu tun“, so Kaske. „Es gibt noch eine Reihe offener Fragen im Bereich Migration und Gesundheit: Wie gesund sind die Migranten, welchen Zugang haben sie zum österreichischen Gesundheitssystem und wie hängt ihre Gesundheit von ihrem soziokulturellen bzw. sozioökonomischen Hintergrund ab und welche Diskriminierung erfahren sie?“, fragt Kaske.

Für Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser ist wichtig, dass auch Migranten die bestmögliche Behandlung erhalten. „Wir haben schon vor Jahren Maßnahmen gesetzt und haben auch bei Migranten gute Ergebnisse, z.B. in Vorsorge, erzielt“, sagt Oberhauser.

Studie ortet Probleme

Die neue Studie von AK und Gesundheitsministerium bietet einen Überblick über Migranten und Gesundheit in Österreich. Laut dieser Studie fühlen sich Migranten in Österreich im Schnitt ungesünder als Menschen ohne Migrationshintergrund. Dazu nehmen Migranten deutlich seltener den niedergelassenen Bereich in Anspruch und sind auch bei Vorsorgeuntersuchungen weniger dabei. Das Fazit der Studie: Man braucht mehr Wissen über die Migranten und ihren Zugang zum Gesundheitssystem. Es gab bisher fast keine Studien im Bereich der Diskriminierung von Migranten im Gesundheitsbereich.

KOSMO-Redaktion

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