INTEGRATION 30.05.2014

Migranten: 28 Prozent arbeiten unter ihren Qualifikationen

© zVg.
Mehr als ein Viertel der in Ausland geborenen Beschäftigten in Österreich arbeiten unter ihren Qualifikationen. Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Ausbildungen ist nach wie vor das größte Problem.

Wie der Österreichische Integrationsfonds (ÖFI) in seiner aktuellen Statistikbroschüre veröffentlichte, arbeitet über ein Viertel (28 Prozent) der im Ausland geborenen Beschäftigten in Berufen, die unter ihrer tatsächlichen Qualifikation liegen. Bei Österreichern liegt dieser Wert bei rund zehn Prozent. Insgesamt beträgt der Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund in Österreich achtzehn Prozent.

Auffallend ist, dass es auch höherqualifizierte Zuwanderer bei der Arbeitssuche in Österreich schwer haben. "Häufig fehlt gut qualifizierten Migrantinnen und Migranten die Anerkennung ihrer Berufsausbildungen, um in Österreich in den erlernten Beruf einsteigen zu können", betont ÖIF-Geschäftsführer Franz Wolf-Maier.

Größtes Problem: Anerkennung der Ausbildung

Der Prozess der Anerkennung dauere aber oft Jahre und sei gerade für Zuwanderer sehr unübersichtlich: "Wir begrüßen die Ankündigung eines neues Anerkennungsgesetzes durch Integrationsminister Sebastian Kurz und hoffen, dass es bald umgesetzt werden kann."

Auf der Website www.berufsanerkennung.at kann man Informationen und Kontaktadressen zu Institutionen für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Ausbildungen finden. Die Informationen sind auf Deutsch, Englisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und Türkisch abrufbar. Ziel ist es, Zuwanderern den Prozess der Anerkennung ihrer Ausbildungen zu erleichtern.

KOSMO-Redaktion

Im Web:
www.integrationsfonds.at
www.berufsanerkennung.at

Das könnte Sie auch interessieren:

"Mama lernt Deutsch" ist voller Erfolg

50 Jahre Gastarbeiterabkommen

Studie: Migranten bekommen weniger Sozialleistungen

LESEN SIE MEHR AUS DER INTEGRATION

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook