POLITIK 22.06.2015

Mazedonien lässt Flüchtlinge gratis nach Serbien fahren

© zVg.
Ein Beschluss der Regierung von Mazedonien sorgt derzeit in Serbien für Aufregung.

Flüchtlinge, die nach Mazedonien einreisen, sollen in Zukunft gratis mit Bussen und der Bahn fahren dürfen. Das wurde im neuen Asylgesetz der Regierung von Mazedonien vergangene Woche beschlossen. Hintergrund der Entscheidung ist weniger die Menschenfreundlichkeit der Regierung in Skopje, als der Wunsch, die Flüchtlingsströme möglichst schnell aus dem Land hinaus zu leiten. Flüchtlinge müssen nach dem neuen Gesetz innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Einreise einen Asylantrag stellen oder das Land wieder verlassen haben.

Serbien ist besorgt

Dementsprechend sind die Reaktionen in Serbien wenig erfreut. Nachdem Ungarn bereits vergangene Woche angekündigt hat, seine Grenze zu Serbien mit einer vier Meter hohen und 175 Kilometer langen Mauer dicht zu machen (siehe KOSMO-Bericht), ist man in Serbien über den Ansturm aus dem südlichen Nachbarland besorgt. Serbien müsse nun mit einer größeren Zuwanderung von Flüchtlingen aus Mazedonien rechnen, heißt es von Rados Djurović vom Belgrader Zentrum für Asylsuchende.

KOSMO-Redaktion

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