RELIGION 23.06.2014

Linz: Bosniaken eröffnen Moschee

© Verein der Bosniaken NUR
In Linz wurde gestern die erste Moschee der bosnisch-muslimischen Gemeinde eröffnet. Den Moscheebau hat auch die Stadt Linz finanziell unterstützt.

In der Linzer Glimpfingerstraße befindet sich das neue islamische Gebetshaus, das die Linzer Bosniaken und Muslime von nun an als neues Zentrum ihrer Glaubensgemeinschaft betrachten. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger begrüßte die anwesenden Gäste der Eröffnungszeremonie in bosnischer Sprache: „Sie sind ein Teil von Oberösterreich. Die Menschen haben Recht, ihre Religionen und Traditionen bei uns auszuüben“, sagte Luger. An der Zeremonie sprachen auch der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer und der oberösterreichische Landtagspräsident Viktor Sigl sowie der Großmufti von Bosnien-Herzegowina Husein Kavazović und Vertreter der Katholischen Kirche in Oberösterreich.

Im Zeichen des Miteinanders

Der Bauherr der neuen Linzer Moschee ist der Verein der Bosniaken NUR. Dessen Präsident Elvis Mutapčija betonte die Bedeutung dieses sakralen Objekts für das Miteinander in Linz und ganz Österreich: „Danke für das Vertrauen. Unser Gebetshaus steht für Gemeinschaft und gegenseitige Toleranz“, so Mutapčija, dessen Verein 1994 gegründet wurde und mittlerweile rund 4.000 Mitglieder zählt. Der Verein NUR wurde bereits zweimal mit dem Integrationspreis der Stadt Linz ausgezeichnet, letztes Jahr bekamen sie den Integrationssportpreis des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF).

Der Bau der Linzer Moschee kostete rund 1,5 Millionen Euro, die Stadt Linz hat sich mit 150.000 Euro am Bau beteiligt. In der oberösterreichischen Hauptstadt leben rund 13.000 Muslime.

KOSMO-Redaktion

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