INTEGRATION 28.10.2014

Lehrer mit Mehrsprachigkeit überfordert

© Drago Palavra / KOSMO
81 Prozent der steirischen Lehrer fühlen sich nicht ausreichend für den Umgang mit Kindern mit Sprachproblemen vorbereitet.


Immer mehr Lehrer an Österreichs Schulen sind mit Sprachproblemen ihrer Schüler überfordert. Das ergab eine aktuelle Studie der Universität Graz in Zusammenarbeit mit Landesschulrat der Steiermark. Rund 81 Prozent der befragten Lehrerinnen und Lehrer gaben an, für die Arbeit mit Schülern mit anderer Muttersprache nicht ausreichend vorbereitet zu sein.

Befragt wurden über 200 Lehrer an verschiedenen Schultypen. Insbesondere an den Volksschulen wurde dabei ein besonders hoher Anteil an Kindern mit Sprachproblemen festgestellt: 84,5 Prozent der Volksschullehrer gaben an, dass sie Schüler in ihrer Klasse hätten, die sprachliche Schwierigkeiten haben. Der Großteil der Befragten fühlt sich nicht ausreichend auf diese Herausforderungen vorbereitet. Besonders überfordert fühlen sich jene Lehrer, die selbst kein Sprachfach unterrichten.

Ein signifikanter Unterschied zwischen Gymnasium und neuer Mittelschule konnte in der Studie nicht festgestellt werden. Während 69,4 Prozent der Lehrer an Gymnasien angaben, Schüler mit Sprachförderbedarf zu haben, lag der Anteil bei den Neuen Mittelschulen bei 70,7 Prozent.

Der Großteil der befragten Lehrerinnen und Lehrer gab an, dass Sprachförderung kein verpflichtender Teil ihrer Ausbildung gewesen sei bzw. nicht einmal als freiwilliges Weiterbildungsangebot zur Verfügung gestellt worden sei.

KOSMO-Redaktion

„Nationalismus ist Gift“

„Migration ist kein Störfall“

Und ob ich mich auskenne!

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook