INTEGRATION 15.06.2015

Kurz will Familienbeihilfe für Ausländer kürzen

© KOSMO
Integrationsminsiter Sebastian Kurz fordert, die Familienbeihilfe für Zuwanderer, deren Kinder im Ausland leben, an das Niveau der Heimatländer anzupassen.

Bereits in der vergangenen Woche sorgte Integrationsminister Sebastian Kurz für Aufsehen, nachdem er gefordert hatte, Sozialleistungen für Zuwanderer in Österreich einzuschränken (siehe KOSMO-Bericht). In einem Interview mit der Krone ging er am Wochenende noch einen Schritt weiter. Ausländische Eltern, die Familienbeihilfe für im Ausland lebende Kinder beziehen, könnten demnach mit erheblichen Kürzungen rechnen. Kurz rechnete sein Argument am Beispiel Rumäniens vor: "Österreich überweist für zwei Kinder unter zehn Jahren 300 Euro. Die rumänische Familienbeihilfe macht nur 30 Euro aus", erklärte Kurz, der hier Reformen forderte.

Beihilfe ans Niveau der Heimatstaaten anpassen


Die Unterschiede zwischen den Sozialsystemen verschiedener EU-Staaten führen zu einer "massiven Verzerrung in vielen Ländern, in denen diese Beihilfen fließen", sagte Kurz am Sonntag auch in einem Gespräch mit der APA.

"Ich halte daher sehr viel von den britischen Vorschlägen, dieses System zu überdenken und zum Beispiel die Familienbeihilfe zu valorisieren und an das ortsübliche Niveau in den jeweiligen Staaten anzugleichen."

KOSMO-Redaktion

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