INTEGRATION 10.11.2014

Kurz startet Kampagne #stolzdrauf

© Dragan Tatic
Laut Integrationsminister Sebastian Kurz sollen Migranten ein neues Österreichbewusstsein entwickeln. Volksrocker Andreas Gabalier unterstützt die Initiative.


Gemeinsam mit einigen Integrationsbotschaftern präsentierte der Integrationsminister Sebastian Kurz die Kampagne #stolzdrauf. Ziel der Kampagne ist, eine neue österreichische Identität und das Österreichbewusstsein zu stärken – sowohl bei den Migranten als auch in der Mehrheitsbevölkerung. Laut Kurz können Migranten ihre neue Heimat Österreich aktiv mitgestalten: „69 Prozent der Migranten betrachten Österreich als ihre Heimat“, so Kurz. Unter den Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien beträgt dieser Prozentsatz 76 Prozent, unter den Migranten aus der Türkei 58 Prozent.

Identität trotz fehlender Staatsbürgerschaft

Auf KOSMO-Nachfrage, ob sie auch diejenigen Migranten, die keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und somit am politischen Leben nicht teilnehmen können, - und die gibt es über eine Million – antwortete Kurz, dass das Zugehörigkeitsgefühl nicht an die Staatsbürgerschaft gekoppelt werden soll. „Die meisten Zuwanderer kommen ohnehin aus der EU, sie wollen gar keine Staatsbürgerschaft annehmen“, so der Minister.

Die Ernennung von Österreichs Volksrocker Andreas Gabalier zum Star der #stolzdrauf-Kampagne stieß heute in Social Media wie Twitter auf Kritik. Gabalier wird vorgeworfen, eine ablehnende Haltung bei der gendergerechten Umformulierung der österreichischen Hymne zu haben. Die Kampagne wird auch von Bundespräsident Heinz Fischer unterstützt.

KOSMO-Redaktion

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