BALKAN 08.09.2014

Kurz eröffnet Bosnien-Konferenz in Wien

© zVg.
Bundesminister Sebastian Kurz eröffnete gestern eine Konferenz zur Stärkung der bosnischen Zivilgesellschaft in Wien. Von 7. bis 10. September wird über die Perspektiven der bosnischen Gesellschaft diskutiert.


"Es ist wichtig, dass die politischen Eliten in Bosnien und Herzegowina auf die Anliegen ihrer Bürgerinnen und Bürger hören", so Bundesminister Sebastian Kurz gestern Abend anlässlich der feierlichen Eröffnung der Konferenz Civil Society as a factor for Change. "Wir bieten eine Plattform, um Ideen auszutauschen und dadurch die Zivilgesellschaft im Land zu stärken", erklärte Sebastian Kurz weiter.

"Wir dürfen nicht zulassen, dass das Land weiter stagniert, weil dies negative Folgen für die gesamte Region und auch die EU haben wird. Unser Bemühen geht dahin, gemeinsam mit der lokalen Politik, der Zivilgesellschaft und der internationalen Gemeinschaft das Land schneller in Richtung Europa zu bringen", so Kurz.

Im Zuge der im Frühjahr 2014 in zahlreichen bosnisch-herzegowinischen Städten veranstalteten Protestkundgebungen bildete sich eine dezentrale Bürgerbewegung heraus, die ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes zum Ausdruck brachte.

Die Konferenz, die vom 7. bis 10. September vom Boltzmann Institut für Menschenrechte in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und dem Renner Institut organisiert wird, konzentriert sich auf die aus den Bürgerprotesten gewonnenen Erfahrungen, auf die zentralen Zukunftsthemen für die Zivilgesellschaft sowie auf die Verabschiedung eines gemeinsamen Aktionsplans. Eingeladen wurden engagierte Bürgervertreter aus allen Landesteilen sowie Experten aus der Region und aus Österreich, die über ethnische und parteipolitische Grenzen hinweg Änderungen in der verfahrenen politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes erreichen wollen.

"Die Zivilgesellschaft verdient unsere Unterstützung, damit diese den Druck auf die Politik, die sich seit dem Ende des Krieges zu sehr an partikularen ethnischen und parteipolitischen Interessen und weniger an den Interessen des Gesamtstaates orientiert, erhöht", erklärte Sebastian Kurz abschließend.


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