POLITIK 12.01.2015

Kroatiens erste Präsidentin studierte in Wien – Grabar-Kitarovic im Portrait

© zVg.
Kolinda Grabar-Kitarović wurde gestern als erste Frau Kroatiens in das Präsidentenamt gewählt. Hier einige Fakten über die Überraschungssiegerin.


Vor ein paar Wochen hätten die wenigsten damit gerechnet, dass Kolinda Grabar-Kitarović die Präsidentschaftswahl in Kroatien für sich entscheiden könnte. Nach einem knappen Ergebnis in der ersten Wahlrunde, konnte sie sich in der gestrigen Stichwahl gegen den Amtsinhaber Josipović durchsetzen.

Grabar-Kitarović, die 1993 der Kroatischen Demokratischen Union (HDZ) beitrat, war ab 2003 Ministerin für Europäische Integration und danach bis 2008 Außenministerin Kroatiens. Bis 2011 war sie kroatische Botschafterin in den USA und zuletzt  Generalsekretärin der NATO mit Zuständigkeit für den Bereich Public Diplomacy.

Diplomatie aus Wien

Nach einem Studium der Sprachen Englisch und Spanisch in Zagreb belegte Grabar-Kitarović Mitte der 1990er ein Aufbaustudium an der Diplomatischen Akademie Wien. Sie gilt als moderate Konservative und konnte bei der Präsidentschaftswahl vor allem mit patriotischen Positionen punkten.

Grabar-Kitarović war im ersten Wahlgang mit 37,2 Prozent Zweitplazierte hinter Amtsinhaber Ivo Josipović mit 38,5 Prozent und vor dem Drittplazierten Ivan Vilibor Sinčić mit 16,4 Prozent. Laut dem verläufigen Ergebnis der gestrigen Wahl kommt Grabar-Kitarović auf 51,4 Prozent der Stimme gegen Ivo Josipović mit 48,23 Prozent.

Obwohl das Präsidentenamt in Kroatien, ähnlich wie in Österreich, eine rein repräsentative Funktion hat, wird der Wahlausgang als Hinweis auf die bevorstehenden Parlamentswahlen gedeutet.

KOSMO-Redaktion

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