POLITIK 03.03.2014

Kroatien/Serbien: Verhandlung zu Genozid-Klagen beginnt

Heute beginnt vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag das juristische Kräftemessen zwischen Kroatien und Serbien: Beide Länder haben einander wegen Völkermord geklagt.

In Den Haag beginnen heute die ersten Anhörungen zu den gegenseitigen Genozid-Klagen Serbiens und Kroatiens. Die Genozid-Klage Kroatiens gegen Serbien wurde beim Gerichtshof 1999 eingereicht. „Serbien habe Kroatien angegriffen und sei für die Todesopfer, die Vertreibungen und die Zerstörungen verantwortlich“, heißt es in der Klage, in der Kroatien die Rückgabe geraubter Kulturgüter und die Bezahlung von Reparationen verlangt.

Nachdem im Jahr 2008 die Klage Kroatiens vor dem Internationalen Gerichtshof zugelassen wurde, reichte Serbien im Jänner 2010 ebenso eine Klage gegen Kroatien ein. In dieser Klage geht es um die Vertreibung der Krajina-Serben während der kroatischen Militäraktion Sturm („Oluja“) im August 1995.

Bisher wurde vom Tribunal nur das Kriegsverbrechen von Srebrenica als Völkermord eingestuft.

KOSMO-Redaktion

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