PANORAMA 20.03.2014

Kroatien rettet homosexuellem Flüchtling das Leben

Ein Flüchtling aus Uganda, der von den dortigen Behörden wegen seiner homosexuellen Orientierung verfolgt wurde, hat nun in Kroatien Asyl bekommen.

Wie heute die Zagreber Medien berichten, handelt es sich dabei um den ersten Asylfall Kroatiens bei welchem die Homosexualität die ausschlaggebende Rolle gespielt hat. Die Tageszeitung Jutarnji list berichtet, dass es sich um „einen jungen Mann aus Uganda handelt, der nach dem positiven Asylbescheid nun auch kroatische Dokumente bekommen hat“.

„Der positive Asylbescheid hat ihm höchstwahrscheinlich das Leben gerettet“, schreibt Jutarnji list und bezieht sich dabei auf das radikale und homosexuellenfeindliche Gesetz Ugandas. Laut diesem droht jedem Homosexuellen im Land lebenslange Haft. Obwohl es gegen das Gesetz schon zahlreiche internationale Proteste gab, bleibt die Regierung Ugandas hartnäckig: „Der Westen habe sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen“.

Laut Expertenmeinungen könnte der Fall in Kroatien zu einer Lockerung der rigiden Asylbestimmungen führen. Die Nachricht kommt etwas überraschend nachdem ja die Mitte-links-Regierung in Kroatien immer wieder Probleme bei der Gleichstellung von homosexuellen Ehen hatte. In Kroatien gibt es eine äußerst starke Lobby, die sich für das Verbot der Homo-Ehe einsetzt und die Ende des letzten Jahres auch ein entsprechendes Referdum organisierte. Bei diesem stimmten 65 Prozent der Kroaten für das faktische Verbot der Homo-Ehe.

KOSMO-Redaktion

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