WIRTSCHAFT 06.08.2014

Kroatien drohen EU-Sanktionen wegen Defizit

© zVg.
Das kroatische Budgetdefizit könnte zu einer Strafzahlung von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts an die EU führen.


Die Hoffnung, dass die Urlaubssaison die kroatische Wirtschaft etwas ankurbeln könnte, wurde von den Überflutungen im Mai fortgespült - das Budgetdefizit des Landes ist auch im ersten Halbjahr 2014 weiter gestiegen. Nun drohen Kroatien Sanktionen von Seiten der Europäischen Union. Laut Vereinbarung mit Brüssel, darf das Budgetdefizit des Landes nicht höher als 4,6 Prozent betragen. Diese Grenze wird laut Angaben des kroatischen Premierministers Zoran Milanović in diesem Jahr überschritten.

„Wir werden alles unternehmen, um die Situation unter Kontrolle zu halten, aber voraussichtlich werden wir das mit der EU-Kommission vereinbarte Budgetdefizit überschreiten“, sagte Milanović. Als Sanktion könnte die EU eine Strafzahlung in Höhe von 0,2 Prozent des kroatischen Bruttoinlandsprodukts verhängen. Bisher hat die EU bei den meisten der 25 Länder, die ihre vereinbarten Budgetgrenzen überschritten haben, mit einer Verlängerung der Fristen reagiert

Kroatien steckt bereits seit mehreren Jahren in einer tiefen Wirtschaftskrise. Allein im vergangenen Jahr stiegen die öffentlichen Ausgaben um drei Prozent. Finanzminister Boris Lalovac kündigte bereits Gehaltskürzungen bei den öffentlichen Bediensteten an.

KOSMO-Redaktion

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