POLITIK 30.01.2014

Kroatien: Regierung bittet Kirche zur Kasse

Mit dem Ziel, das Defizit zu reduzieren und die Staatsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen, beschloss die kroatische Regierung am Donnerstag ein Maßnahmenpaket.

Neben einer Immobilliensteuer, die 2016 kommen soll, beschloss man ebenso die Besteuerung von Glücksspiel, aber auch strengeres Durchgreifen bei den Finanzen von Vereinen, Wirtschaftskammern, Non-Profit-Organisationen und der Katholischen Kirche. Laut Finanzminister Slavko Linić kann Kroatien durch das neue Maßnahmenpaket 4,7 Milliarden Kunda (614,86 Mio. Euro) mehr einnehmen und die Staatsausgaben um 3,6 Milliarden Kunda senken. Heuer dürfte das Budget-Defizit 5,4 Prozent betragen. Die Schulden, die 62 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, sind ebenso besorgniserregend.

„Alle, die einen Gewinn über 230.000 Kuna verzeichnen, müssen eine GmbH gründen“, sagte Finanzminister Linić bei einer Pressekonferenz in Zagreb. Kroatische Medien berichten, dass die Katholische Kirche - laut dem neuen Gesetz - in Zukunft ihre Gewinne bei Kalendern, Souvenirs,  Messen, Hochzeiten und Begräbnissen versteuern wird. 

KOSMO Redaktion


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