HOCHWASSER 03.07.2014

Kroatien: Hochwasseropfer fühlen sich vernachlässigt

Sechs Wochen nach der Hochwasserkatastrophe in Kroatien scheinen die Leiden der Betroffenen im öffentlichen Bewusstsein vergessen zu sein.

Obwohl das kroatische Rote Kreuz nach dem Ausbrechen der Katastrophe insgesamt 62 Millionen Kuna (knapp 8,2 Mio. Euro) Spenden für die betroffenen Gebiete sammeln konnte, haben die Opfer absurderweise weiterhin keine Möglichkeit an ihr Geld zu kommen: Da es noch keine Idee gibt, wie und an wen das Geld ausgezahlt werden soll, wurde es vom Roten Kreuz auf ein Bankkonto eingezahlt, um Zinsen abzuwerfen.

Im Streit um die Hilfsgelder verurteilte der kroatische Innenminister Ranko Ostojić, dass das „Rote Kreuz keine Evidenz über die Betroffenen führt“. „Sie haben uns vollkommen im Stich gelassen. Noch nicht einmal Essen haben wir bekommen“, klagt Hrvoje Lučić, Vorsteher der Ortschaft Gunja, die noch immer keinen Strom hat.

Verhaftungen in Bosnien: Missbrauch von Spendengeldern

Während das kroatische Rote Kreuz immer mehr im Fokus der Kritik steht, wurden in Bosnien-Herzegowina mehrere anonyme Personen verhaftet, die für den Missbrauch von Spendengeldern verantwortlich sein sollen. Ebenso sind sie beschuldigt falsche Angaben über Schäden gemacht zu haben, um die Steuer zu umgehen und mehr Fördermittel zu bekommen.

Die Personen Z.D., D.T. und D.M. wurden in Banja Luka und Mostar im Rahmen der Aktion „Sailor“ verhaftet. Die Verhaftungen folgten nach einer Ermittlung des bosnischen Geheimdienstes.

KOSMO-Redaktion

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