POLITIK 18.07.2014

Kroatien: Eingetragene Partnerschaften für Homosexuelle

Kroatien führt mit dem 1. September Eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare ein. Es ist der 18. Staat der EU, der Lesben und Schwulen damit eine rechtliche Institution zur Anerkennung ihrer Partnerschaften bietet.

Der Einführung von Eingetragenen Partnerschaften stimmte die große Mehrheit des kroatischen Parlaments zu – angeführt von der Mitte-Links Regierung unter dem Regierungschef Zoran Milanović. So stimmten 89 der 116 Abgeordneten für den Gesetzesentwurf, 16 stimmten dagegen, während alle Abgeordneten der größten konservativen Oppositionspartei HDZ den Saal verließen.

Fast wie eine Ehe

Mit der Eingetragenen Partnerschaft erhalten Lesben und Schwule in Kroatien fast die gleichen Rechte wie in einer Ehe. Ausgenommen ist dabei das Adoptionsrecht, welches gleichgeschlechtlichen Paaren in Kroatien weiterhin verwehrt bleibt. „Die kroatische Bevölkerung ist dafür noch nicht bereit“, heißt es aus Regierungskreisen.

Dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften in Kroatien noch immer viele Gegner haben, zeigte sich im Dezember des letzten Jahres, als die Gegner von homosexuellen Ehen ein Referendum für die „Ehe als ausschließliche Verbindung zwischen Mann und Frau“ organisierten (siehe KOSMO-Bericht). Damals stimmten 65,87 Prozent der Bürger für die verfassungsrechtliche Verankerung der Ehe in der Verfassung als ausschließliche Verbindung zwischen Mann und Frau.

KOSMO-Redaktion

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