INTEGRATION 02.07.2014

Kritik an Rot-Weiß-Rot-Karte

© zVg.
Statt der erwarteten 8.000 gab es im vergangenen Jahr nur 1.177 Bewilligungen für Fachkräfte aus Drittstaaten.


Vor mittlerweile drei Jahren wurde die Rot-Weiß-Rot-Karte als neues Modell für die Zuwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften und Fachkräften in Mangelberufen nach Österreich eingeführt. Damals hatte man mit 8.000 Bewilligungen pro Jahr gerechnet. Die tatsächlichen Zahlen liegen heute deutlich darunter. Wie die Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen meldete, wurden der Aufenthaltstitel im Vorjahr lediglich  an 1.177 Personen vergeben.

ÖVP und Grüne fordern nun eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte und eine Erleichterung der Zugangsbestimmungen. Vor allem für junge Akademiker aus Drittstaaten, die hier ihr Studium abschließen ist es besonders schwierig eine Rot-Weiß-Rot-Karte zu bekommen. Grund sind die hohen Gehaltsanforderungen, die verlangt werden. "Gerade Jungakademikern werden auch viele Jobs unter 2.000 Euro angeboten", erklärte Innenministerin Johanna Mikl- Leitner am Dienstag im Ö1 Mittagsjournal und sprach sich dafür aus, dass junge Menschen nach dem Bachelor-Abschluss im Land bleiben dürfen.

Die meisten sind Bosnier und Serben

Auch Alexander Van der Bellen, Sprecher für Wissenschaft und Forschung der Wiener Grünen sprach sich für eine Reform aus: "Die Rot- Weiß- Rot- Card hat ihre Ziele verfehlt. Die Ursachen dafür sind bekannt. Höchste Zeit also, die Karte zu reformieren", so Van der Bellen.

Das Land aus dem die meisten Besitzer der Rot-Weiß-Rot-Karte stammen ist übrigens Bosnien-Herzegowina, mit 362 Personen, gefolgt von Serbien mit 173 Personen. Danach folgen die Russische Föderation, die USA und die Ukraine.  Die durchschnittlichen Kartenbesitzer sind männlich und zwischen 25 und 29 Jahre alt, arbeiten in technischen Berufen und leben in Wien.

KOSMO-Redaktion

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