SPORT 06.03.2015

Kriminelle Bande beschützt Partizan-Vorstand

Eine kriminelle Bande von Hooligans und verurteilten Gangstern beschützt den Vorstand des bekannten serbischen Fußballklubs Partizan Belgrad, berichtet die Tageszeitung Blic.

Dies bestätigte der Zeitung nun auch Dragan Đurić, der letztes Jahr noch Präsident des Klubs war. Laut dem Bericht werden immer öfter bei Spielen in der  VIP-Loge des Stadions verurteilte Hooligans gesichtet, die sich darum kümmern, die Vorstandsmitglieder und den Präsidenten des Klubs vor verärgerten Fans zu schützen.

"Vorstand kauft sich den Frieden"

Der Hauptanführer einer gewaltbereiten Fangruppe, die den Vorstand beschützt, ist „Sale Mutavi“, mehrfach verurteilt wegen Drogenbesitzes und Körperverletzung. „Es geht dabei vor allem um Geld. Jeder hat hier sein Interesse. Der Vorstand kauft sich den Frieden auf der Tribüne, während  Leute wie Sale Mutavi so ihr Leben finanzieren“, sagt der Belgrader Kriminologe Zlatko Nikolić.

Während sich der aktuelle Klubpräsident Zoran Popović zu den Vorwürfen öffentlich nicht äußern wollte, verriet der Ex-Präsident Dragan Đurić den Medien einige Details über die kriminelle Gang. "Im letzten Jahr unseres Mandats haben sie die Macht auf der Tribüne an sich gerissen. Wir haben uns drei bis viermal monatlich mit ihnen auf einen Kaffee getroffen, aber ihre Ansprüche wurden immer höher. Sie wollten immer mehr in der Klubpolitik mitmischen, beim Spielerverkauf bestimmend sein und wollten Managerrollen einnehmen", so Đurić.

KOSMO-Redaktion

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