AUSSTELLUNG 14.01.2014

Krieg an der Wand

© zVg.
Anlässlich des 100. Gedenkjahres seit Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat das Bundesministerium für Inneres die Ausstellung "Krieg an der Wand“ eröffnet. Gezeigt werden Propagandaplakate aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.


Plakate aus über 10 Ländern stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, denn sie waren zu dieser Zeit neben der Tageszeitung in allen kriegführenden Ländern das wichtigste Masseninformations- aber auch Massenmanipulationsmittel. Die Ausstellung bietet Besucherinnen und Besuchern eine Zeitreise in eine vergangene Epoche und fördert das Wissen für die eigene Geschichte. „Diese Ausstellung soll helfen, vergangene Zeiten und Zusammenhänge zu verstehen. Es soll vor allem dazu beitragen, dass wir den Frieden, das Heute und Jetzt letztendlich auch schätzen", so die Bundesministerin für Inneres Johanna Mikl-Leitner bei der Eröffnung am 13. Jänner.

Urkatastrophe Europas

Die vielfältigen internationalen Plakate geben einen chronologischen Gesamtablauf der historischen Ereignisse wieder und bieten ein umfassendes Bild über die Informationskultur während der "Urkatastrophe Europas". Neben der Wandzeitung mit Berichten über die Kriegserklärungen, diente das Plakat als behördliches Anordnungsinstrument für Mobilmachung und Musterungen sowie als Propagandamittel zur Verlautbarung von Siegen. Plakate waren bzw. sind daher sowohl Informationsmedien und Propagandainstrumente als auch Kunstwerke.

Die meisten der 100 Plakate stammen aus der Privatsammlung von Dr. Erik Eybl. Als einer der Verantwortlichen dieser verblüffenden Ausstellung geht es ihm vor allem darum, jungen Leuten die Geschichte zu vermitteln und ihnen ins Gedächtnis zu rufen, dass Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit ist. „Die EU ist eine Friedensunion. Es ist nicht die Aufgabe der EU sich Gedanken über die Krümmung der Gurken zu machen, sondern sich darüber Gedanken zu machen, wie wir alle in Frieden leben können“ , so Eybl.

Wer sich von der Kraft der Bilder persönlich überzeugen will, kann diese beeindruckende Ausstellung bis 28. Februar im Bundesministerium für Inneres bestaunen.

Valentina Poljak / KOSMO
    

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