PANORAMA 04.11.2014

Kroatien droht schon 2016 der Bankrott

© zVg.
Kroatien rutscht immer tiefer in den Bankrott. Experten warnen vor den steigenden Staatsschulden und mangelnden Reformen.

Kroatien könnte Experten zufolge schon 2016 Pleite gehen.  Finanzminister Boris Lalovac warnte vor kurzem bereits davor, dass das Land bereits 130,8 Millionen Euro monatlich nur für Zinsen bräuchte. Während Kroatien 2007 für die Zinsen seiner Schulden ca. 1,6 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts zur Verfügung stellte, wahren es im vergangenen Jahr bereits 3,4 Prozent.

So ein hoher Prozentsatz wäre schon für Länder, welche nicht von der Rezession betroffen sind eine große Herausforderung, so der Wirtschaftsberater Hrvoje Lovrinčević. Kroatien befindet sich jedoch das sechste Jahr infolge in der Krise.  Ein höherer Porzentsatz für die Abbezahlung der Zinsen, heißt zugleich noch größere Probleme für Kroatien, so Lovrinčević.

Die Analytikerin Zrinka Živković Matijević, sieht den Grund für dieses Problem in den zu hohen Staatsausgaben.“  Der Staat hat nie Reformen umgesetzt, seine Ausgaben waren unproduktiv und nie den Marktbedingungen angepasst“, so Matijević. Die Folgen solch einer Politik sind überall zu spüren: Die Arbeitslosigkeit steigt, die soziale Lage verschlechtert sich und die Aufteilung der kroatischen Gesellschaft in den privaten und öffentlichen Sektor wird immer sichtbarer.

KOSMO-Redaktion


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