MAZEDONIEN 11.05.2015

Kleiner Krieg in Kumanovo: 22 Tote

© pressrs.ba
Ein blutiges Wochenende in der Stadt Kumanovo in Nordmazedonien: In einer Polizeiaktion gegen eine bewaffnete Gruppe sind nach Regierungsangaben 22 Menschen ums Leben gekommen.


Seit Samstag früh dauerte die Aktion der mazedonischen Spezialeinheiten in der Stadt Kumanovo. Mit Panzerwagen gingen sie gegen eine bewaffnete Gruppe der Albaner vor, die sich in einem albanisch dominierten Stadtteil verschanzten. Laut Regierungsangaben wurden mindestens acht Polizisten und 14 Bewaffnete ums Leben gekommen, laut lokalen Medien in Kumanovo wurden sogar 40 Bewaffnete von der Polizei getötet. Nach amtlichen Angaben verhaftete die mazedonische Polizei rund 30 Personen. Der Grund für die Polizeiaktion sei die Verhinderung eines "Terroranschlags" auf staatliche Einrichtungen Mazedoniens gewesen. Eine bewaffnete albanische Gruppe teilte am Sonntag mit, sie stünde hinter der bewaffneten Gruppe in Kumanovo.

Auf der Flucht

In der Aktion, die bis Sonntag Abend dauerte, wurden mehrere Häuser in Kumanovo schwer beschädigt, zahlreiche Einwohner der Stadt sind auf der Flucht. Mazedonien wird seit den späten 1990er Jahren immer wieder von ethnischen Konflikten geprägt, 2001 kam es ebenfalls in Kumanovo zu einem mehrmonatigen bürgerkriegsähnlichen Zustand. Rund 30 Prozent der mazedonischen Bürger sind albanischer Herkunft.

KOSMO-Redaktion

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