INTEGRATION 20.01.2014

Klassenfoto mit dem Minister

© BMEIA/Dragan Tatić
Zusammen mit drei Integrationsbotschaftern besuchte Sebastian Kurz im Rahmen des Projekts ZUSAMMEN:ÖSTERREICH das Gymnasium Pichelmayergasse in Wien. Es war der erste öffentliche Auftritt im Integrationsressort in seiner Funktion als Außenminister.


Von der internationalen Politik wechselte der Außenminister am Freitag zu einem Publikum in Hausschuhen und Socken. In der Aula des Gymnasiums Pichelmayergasse in Wien Favoriten steht er den Schülern der Oberstufe im Rahmen des Projekts ZUSAMMEN:ÖSTERREICH Rede und Antwort. Neben dem Bundesminister waren Moderatorin Arabella Kiesbauer, Thai-Box-Weltmeister Fadi Merza und Rechtsanwalt Kazim Yilmaz anwesend, um ihre Lebensgeschichten und ihre persönlichen Erfahrungen zum Thema Integration zu erzählen.

Im Gespräch mit den Schülern gibt der Minister als zentrale Themen die Sprachförderung und Anerkennung von ausländischen Abschlüssen an. Viele hochqualifizierte Zuwanderer seien derzeit gezwungen, Berufe auszuüben, die weit unter ihren Qualifikationen liegen.

Persönlich erlebter Rassismus

Alabella Kiesbauer sprach etwa über ihren Karrierebeginn als erste Moderatorin mit dunkler Hautfarbe beim österreichischen Fernsehen. Dabei wurden fremdenfeindliche Anfeindungen ebenso thematisiert wie der Briefbombenanschlag des rassistisch motivierten Attentäters Franz Fuchs, bei dem Kiesbauers Assistentin verletzt wurde.
Die Rassisten seine heute viel selbstbewusster als früher, erzählt Arabelle Kiesbauer bei der anschließenden Diskussion. Fremdenfeindliche Schreiben bekomme sie immer noch. Im Unterschied zu früher schreiben die Leute heute allerdings ihre Namen darunter.

Vorbilder fürs Zusammenleben

Im Rahmen des 2011 initiierten Projekts ZUSAMMEN:ÖSTERREICH besuchen seit 2011 zahlreiche erfolgreiche Menschen mit Migrationshintergrund Schulen und erzählen von ihren Erfahrungen und Erfolgen in der österreichischen Gesellschaft. Bei den Integrationsbotschaftern handelt es sich um Menschen mit Vorbildfunktion, die als bekannte Persönlichkeiten oder „Helden von nebenan“  einen Beitrag zum Zusammenleben leisten. In den vergangenen zwei Jahren wurden 15.000 Schüler bei über 200 Schulbesuchen erreicht.

„Mit ZUSAMMEN:ÖSTERREICH holen wir Beispiele für gelungene Integration vor den Vorhang. Sie sind Vorbild für junge Menschen mit Migrationshintergrund, bauen Vorurteile und Ressentiments ab. So fördern wir ein positives Integrationsklima in Österreich“, sagte Sebastian Kurz.

Ljubiša Buzić / KOSMO

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