PORTRÄT 05.02.2015

Kick it like Jelena!

© KOSMO / Radule Božinović
Jelena Prvulović hat schon als Mädchen angefangen, Fußball zu spielen. Heute trägt die junge Dame das Trikot des Bundesligisten SV Neulengbach und ist gleichzeitig eine der größten Hoffnungen des österreichischen Frauenfußballs. TEIL 1 unserer Serie über weibliche Fußballerinnen aus unserer Community.


Schon als Kind verbrachte die österreichische Nationalspielerin Jelena Prvulović den größten Teil ihrer Freizeit auf dem Fußballplatz. „Mein Vater, der selber in einem österreichischen Sportclub spielte, hat mich schon als Mädchen auf den Platz mitgenommen. Ich wurde schnell vom Fußballvirus infiziert und er hat mich bis heute im Griff.“, sagt das sympathische Mädchen, das auch die wichtigste Spielmacherin des Bundesligisten SV Neulengbach ist, lachend.

Technisch begabt, schnell und geschickt im Dribbeln mit Ball ist Jelena die wichtigste Spielmacherin ihres Clubs. Ihr Talent fiel auch der österreichischen Nationalmannschaft auf, für die sie schon mehrmals gespielt hat. „Wenn ich nach Serbien komme, und das ist normalerweise immer im Sommer, spiele ich ständig Fußball. Da es in meiner Stadt sehr viele Mädchen mit dem Namen Jelena gibt, nennen mich alle ‚Jelena, die Fußballerin‘. Das ist noch heute so, unter diesem Spitznamen kennen mich dort alle“, sagt die 20-Jährige, deren Herz für Österreich und für Serbien schlägt.

Eine Kicker-Familie

Auf die Frage, was die Menschen ihrer Familie und ihrer Umgebung dazu sagen, dass sie sich für den Profifußball entschieden hat, sagt Jelena, dass die meisten es positiv aufnehmen, dass eine Frau professionell Fußball spielt. „Der Frauenfußball hat in jeder Hinsicht Fortschritte gemacht, vor allem wenn wir von Deutschland und einigen größeren Ländern reden. Eines Tages würde auch ich gerne in einer noch stärkeren Liga spielen, aber es ist mir schon eine Ehre, das ich mit meinem Club in der Champions League spielen kann und Teil der österreichischen Nationalmannschaft bin, in der es viele gute Spielerinnen gibt“, sagt Jelena, deren Herz auch für die Belgrader Crvena Zvezda schlägt. „Immer, wenn ich Zeit habe, verfolge ich die Spiele von Serbien und Zvezda“, fügt Jelena hinzu, deren Bruder ebenfalls Fußball spielt. „Mein Bruder spielt für die Wiener Austria. Eigentlich sind wir alle Fußballer und alles dreht sich um den Fußball“, sagt die junge Sportlerin.

Auch wenn Prvulović mit ihrem Sport inzwischen Geld verdient, kann man in Österreich allein vom Frauenfußball nicht leben. „Darum mache ich gerade die Matura. Ich muss die Mathematikprüfung wiederholen, da bin ich leider durchgefallen. Später will ich Sport oder Sportmanagement studieren. Da gibt es zum Glück keine Mathematik“, schließt Prvulović lachend.

Petar Rosandić / KOSMO

Geburtsdatum: 16.9.1994
Geburtsort: Wien
Position: Spielmacher
Club: SV Neulengbach
Früherer Club: USC Landhaus
Fan von: ihrem Bruder in der Jugendsektion der Wiener Austria, Crvena Zvezda, Real Madrid, Serbien und Österreich
Hört gern: Tata, R''n''B, Rap und Pop
Trainiert: viermal pro Woche im Club und geht zusätzlich in die Kraftkammer und laufen
Vorbilder: Dejan Stanković, Nemanja Matić
Fortgehen: „Fürs Fortgehen habe ich nicht viel Zeit, aber ich mag den 16. Bezirk. Da gibt es gute Clubs.“

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