LIFESTYLE 12.12.2013

„Jugo-Partys“ boomen in Deutschland

© zVg.
Sogenannte „Jugo-Partys“ erleben in Deutschland derzeit einen Boom.


Bei diesen Partys dominiert einerseits nicht nur Nostalgie nach dem alten Jugoslawien, sondern es werden auch Lieder aus dem Staat gespielt, der schon über zwei Jahrzehnte nicht existiert. Vor allem die Genres Jugorock und Jugopop sind ein Renner, berichtet die Deutsche Welle in einem TV-Beitrag.

Laut dem Bericht feiern Jugendliche und Junggebliebene mit Wurzeln in Ex-Jugoslawien sogenannte „Jugopartys“, unter anderem in Köln, wo regelmäßig das musikalische Erbe Jugoslawiens wiederbelebt wird. „Hier feiern wir alle zusammen, genauso wie im alten Jugoslawien. Egal ob Kroate, Mazedonier oder Serbe“, sagt eine junge Frau in dem Beitrag über die Jugopartys in Köln.

„Die nostalgische Stimmung ist verständlich. Die Kommunisten haben die Modernisierung sehr rasch und effizient vorangetrieben. So entstand im ehemaligen Jugoslawien auch eine lebhafte und vielseitige Pop-Kultur, aber auch eine eigene Comic-Kultur“, sagt der deutsche Balkanologe Rüdiger Rossig.

Kritische Worte findet der Balkanexperte aber auch: „Natürlich darf man bei aller Nostalgie nicht vergessen, dass dieses System eine Diktatur war, die sich an den Stalinismus und Marxismus angelehnt hat“, sagte er abschließend.

KOSMO-Redaktion

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