INTEGRATION 18.09.2014

Journalistenpreis Integration vergeben

© ÖIF
Gestern wurde in Wien zum dritten Mal der Journalistenpreis Integration vergeben. Ausgezeichnet wurden Journalisten, die besonders zur Versachlichung der Debatte im Integrationsbereich beigetragen haben.


Waren die Schicksale von Zuwanderern lange Zeit ein öffentlich eher vernachlässigtes Thema, so hat sich in den letzten Jahren eine immer größere Zahl von Journalisten für ein differenziertes Bild von Migration und Integration in Österreich bemüht. Ihre Arbeit wurde gestern bereits zum dritten Mal mit dem Journalistenpreis Integration im Presseclub Concordia bedacht. Aus insgesamt 70 Einreichungen wurden drei Hauptpreise und erstmals auch ein Anerkennungspreis vergeben.

Integrationsminister Kurz betonte im Rahmen der Preisverleihung die Verantwortung der Medien für eine sachliche und fundierte Diskussion zu Migration und Integration: "Unser Ziel ist es, Journalistinnen und Journalisten auszuzeichnen, die Vorurteile außen vor lassen und konstruktiv über die Chancen und Herausforderungen des Zusammenlebens berichten."

Ein vielfältiges Bild der Zuwanderer

In der Kategorie Print/Online wurde Bernd Vasari für seinen Beitrag "Und sie kommen doch" in der Wiener Zeitung"ausgezeichnet. Vasari beschäftigte sich mit jungen Spanierinnen und Spaniern und ihren Erfahrungen bei der Integration in Österreich.

In der Kategorie TV wurde der zweiteilige Beitrag "Zwischen Moschee und Schrebergarten" von Doris Plank aus der Am Schauplatz-Redaktion des ORF prämiert. Plank interviewte Bewohner einer Kleingartensiedlung und eines angrenzenden islamischen Kulturzentrums und zeigte, wie über Jahre hinweg aus anfänglicher Angst und Ablehnung ein friedliches Zusammenleben entstand.

Für seinen Beitrag "Die Moschee in Oberwart" wurde Roberto Talotta von Ö1 in der Kategorie Radio ausgezeichnet. Die Reportage zeigt wie der Moscheebau in der burgenländischen Kleinstadt Oberwart das interkulturelle Zusammenleben in der Gemeinde positiv beeinflusste.

Der erstmals vergebene anerkennungspreis ging an Die Presse für ihre Sonderausgabe zum Thema "50 Jahre Anwerbeabkommen Österreich - Türkei".

Der Journalistenpreis Integration wird seit 2012 vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres sowie dem unabhängigen Expertenrat für Integration und dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) vergeben und ist mit 10.500 Euro dotiert.

KOSMO-Redaktion

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