SZENE 02.10.2013

Interview mit Petar Knezevic: "Nur die Stärksten überleben"

© KOSMO
Der Wiener sprach mit KOSMO über seine Kindheit, seinen Bruder, den Box-Champion Gogi Knežević und seine neue Singe „Jovana“, die im Oktober erscheint.


Wie hast du mit der Musik angefangen?

Meinen ersten Auftritt hatte ich mit fünf Jahren. Meine Eltern haben einige Lokale und Clubs betrieben und wir hatten oft Stars aus allen möglichen Bereichen bei uns zu Gast. Damals bin ich schon als Fünfjähriger mit Duško Kuliš vor dem vollen Lokal aufgetreten – vor 500 Zusehern. Ich habe „Moj dobri anđele“ gesungen, von Zoran Kalezić. Mit 17 hatte ich ein Konzert in der Kurhalle Oberlaa vor 10.000 Zusehern. Dort sind alle unsere Stars aufgetreten, wie Šaban, Ipče, Dragan Mirković, Jašar… Die Musik ist einfach mein Leben, sie ist für mich das Wichtigste. Deswegen habe ich mich lange Zeit dagegen gewehrt, daraus eine Arbeit zu machen.

Wovon lebst du denn?


Ich arbeite eigentlich als Immobilienmakler.

Und jetzt kommt deine Single heraus?

Ja, sie heißt „Jovana“ und erscheint Mitte Oktober. Derzeit arbeiten wir an einem Spot.

Ist das Lied einer bestimmten Frau gewidmet?


Das bleibt geheim… (lacht)

Mit wem hast du an dem Lied gearbeitet?

Der Produzent war Rama Demir. Er hat schon einige Hits produziert, für Leute wie Džej, Aco Pejović, Sinan, Marko Bulat, Zvezde Granda...

Braucht man für dieses Business viel Geld?

Ja. Du brauchst gute Sponsoren, so wie ich sie habe und denen ich sehr dankbar bin. Bei mir ist das die Firma And6.

Welche Pläne hast du noch?

Ich mache mir keine besonderen Pläne. Ich will einfach eine gute Arbeit machen, das Publikum entscheidet dann selbst… Also es läuft alles spontan und entspannt.

Du hast kürzlich eine Auszeichnung bekommen…

Ich habe in diesem Jahr einen Wiener Oscar der Popularität bekommen, als Entdeckung des Jahres 2013.

Wie ist es für dich, der Bruder eines Box-Champions zu sein?

Mein Bruder ist meine größte Stütze. Ich bin stolz auf ihn, und er auf mich. Wir sind beide Kämpfer, wir lieben einander… Wie er immer sagt: „Das Leben ist ein Kampf!“ So wie in seinem letzten Kampf, bei dem er in der dritten Runde zu Boden ging und dann trotzdem wieder aufgestanden ist und gewonnen hat. Genau so ist es auch im Leben und in der Musik. Mal landest du einen Hit, und dann wieder nicht. Es ist ein Auf und Ab. Das Leben ist ein Kampf und nur die Stärksten überleben.

Habt ihr euch als Kinder geprügelt?

Natürlich. Einmal hat er mir unabsichtlich die Nase gebrochen – wegen ihm lasse ich mich heute immer nur im Profil fotografieren… (lacht)

Interview: Uroš Miloradović / KOSMO

Lesen Sie diesen Artikel auf Bosnisch/Kroatisch/Serbisch in unserer aktuellen KOSMO-Ausgabe (Nr. 45. 07-08/2013).

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