SZENE 17.09.2013

INTERVIEW: MC Knele - Aufsteiger der Balkan-Szene

© KOSMO
Mit seinen erst 18 Jahren ist der Rapper MC Knele (Aleksandar Petrović) ein junger Aufsteiger in der Wiener Balkan-Szene. Wir haben mit ihm über seine Karriere, seine Zukunftspläne und seine Familie gesprochen.


Du hast sehr jung mit der Musik angefangen. Wie stehen deine Eltern dazu?

Am Anfang waren sie misstrauisch. Sie hatten Angst, dass ich nur meine Zeit verschwende, dass das eine brotlose Kunst ist. Mein persönliches Ziel ist eigentlich, dass meine Familie nicht mehr arbeiten muss, dass ich für sie sorgen kann. Meine Eltern haben mir alles ermöglicht und mein Wunsch ist es, ihnen zu helfen, wenn sie einmal in Pension gehen. Das was ich tue, tue ich auch aus Liebe zu ihnen.

Machen sie sich Sorgen um dich, weil du so jung bist?

Ja, natürlich. Manchmal können sie ganze Nächte lang nicht schlafen. Das Musikerleben ist wild, es treibt einen hin und her, fordert einem alles ab. Man schläft wenig, isst nicht regelmäßig… Wenn ich in Wien bin, geht es ihnen gut, wenn ich auswärts unterwegs  bin, ist es ihnen nicht egal. Meine Mutter ruft mich dann hundert Mal am Tag an, um zu sehen, ob es mir gut geht.

Was liebst du am meisten an deinen Auftritten in Clubs?

Die Mädels… (lacht) Im Grunde liebe ich es, mit den Leuten Spaß zu haben. Ich halte mich nicht für einen Star oder bin arrogant. Ich stehe am Boden.

Hast du jedes Wochenende Auftritte?

Ja, ich bin derzeit im Club Chick als resident MC dabei.

Deine Musikkarriere?

Ich habe einige Spots auf Youtube. Die Songs „Balkanka“ und „Mala“. Beide sind ziemlich gut angekommen. „Mala“ (Kleine) hat um die 125.000 Klicks. Für den Herbst arbeite ich an einem Song mit einigen bekannten Leuten aus Belgrad. Aber darüber kann ich noch nicht mehr erzählen. Das Lied wird beim TV-Sender Pink präsentiert, wo ich auch zu Gast sein werde. Es ist im Grunde schon fertig, wir machen nur noch den Spot. Der Titel ist „Maksimum“.

Wo würdest du dich gerne in zehn Jahren sehen?

Im Ušće in Belgrad vor 50.000 Leuten mit ausgebreiteten Armen. Aber dafür muss noch viel getan werden und noch viel Mühe und Geld reingesteckt werden…


Interview: Uroš Miloradović / KOSMO
 

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