SPRACHE 05.12.2013

"Inländerfreundlich" als Unwort des Jahres

© zVg.
Das Wort „inländerfreundlich“ wurde zum Unwort des Jahres gewählt. Jury erkennt verhüllte Fremdenfeindlichkeit.

Beschönigende Worte für hässliche Dinge sind etwas, das die Jury des Unworts des Jahres regelmäßig aufgreift. Heuer fiel die Wahl auf den Begriff „inländerfreundlich“.

Die Begründung der Jury im Wortlaut: "Dieses an sich positive Wort wurde im Nationalratswahlkampf 2013 von einer wahlwerbenden Partei verwendet. Im gegenwärtigen politischen Zusammenhang ist damit jedoch das Gegenteil, nämlich die verhüllte Bedeutung ''ausländerfeindlich'' gemeint."

Beschönigende Worte

Ähnliches findet sich auf dem zweiten Platz zum „Unwort“ des Jahres, nämlich "Arbeitszeitflexibilisierung". Die Jury bezeichnet es als "harmlos scheinendes Wort, mit dem euphemistisch verschweigen wird, dass damit massive Einkommensverluste für Arbeitnehmer verbunden sind." Auf Platz drei folgt übrigens die mittlerweile berüchtigte „Begegnungszone“.

Das österreichische Wort des Jahres wird seit 1999 gekürt. In der illustren Reihe der Worte und Unworte fanden sich in den letzten Jahren Begriffe wie "Nulldefizit", "Teuro", "Komasaufen" oder auch "Lebensmensch".

KOSMO-Redaktion

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