INTERVIEW 26.03.2014

„Ich will in die erste Elf“

© KOSMO / Radule Božinović
Wir trafen den vielversprechenden jungen Rapid-Spieler Mario Pavelić zum Gespräch:


Im Nachwuchs der österreichischen Bundesligisten gibt es viele Fußballtalente, aber nur wenige Spieler, die den Schritt in den professionellen Fußball tatsächlich schaffen. Einer von ihnen ist Mario Pavelić (20), der sich vor kurzem einen Dreijahresvertrag mit dem Wiener Rapid sicherte.

KOSMO: Seit einem halben Jahr trägst du das Trikot der ersten Mannschaft von Rapid. Wie ist es, in der Bundesliga zu spielen?

Mario Pavelić: Die Bundesliga erfordert mehr Schnelligkeit im Spiel und eine ganz andere Art von Professionalität. Das habe ich schon gemerkt, als ich im vergangenen Sommer erstmals die Gelegenheit hatte, mit unserer ersten Mannschaft zu trainieren. Natürlich gebe ich alles und ich freue mich, dass ich Ende letzten Jahres den Vertrag mit Rapid unterzeichnen konnte.
 
Christopher Trimmel,  der auf deiner Position als rechter Verteidiger spielt soll vor haben, den Club nach dem Sommer zu verlassen.  Wirst du in der kommenden Saison zu den ersten elf gehören?

Ich gebe in jedem Training hundert Prozent. Wenn meine Gesundheit mitmacht und wenn es keine Verletzungen gibt, zweifle ich nicht daran, dass ich mir einen Platz erkämpfen werde. Aber alles zu seiner Zeit...

Wo siehst du selbst deine Stärken und worin siehst du deine Schwächen?

Mein größter Vorteil auf dem Fußballplatz ist mit Sicherheit meine Schnelligkeit kombiniert mit technischer Versiertheit. Was die Schwächen betrifft, bin ich körperlich nicht so groß und kräftig wie manche anderen Bundesligaspieler. Aber das kompensiere ich mit Schnelligkeit und Technik.

Genau wie Reals Star Luka Modrić, oder?  Auch er ist nicht gerade der Größte und Kräftigste...

Ja, so ungefähr (lacht). Aber Scherz beiseite, ich würde mich nicht mit Modrić vergleichen. Für solche Vergleiche ist es zu früh.

Hast du Vorbilder unter den Fußballern aus Ex-Jugoslawien?

Da gibt es viele große Namen wie Modrić, Džeko, Vidić, Mandžukić und viele andere, aber Zlatan Ibrahimović ist für mich definitiv der Beste.

Du bist mit 16 auf Einladung von Rapid aus Eisenstadt nach Wien gekommen. Wie hast du dich hier in der Stadt eingelebt?

Ich hatte das Glück, dass meine Schwester bereits in Wien lebte und studierte. Aber wenn du als Fußballspieler in eine unbekannte Großstadt kommst, hast du den großen Vorteil, dass dich von Anfang an 20 neue Freunde in der Mannschaft erwarten. Ich spiele nicht nur mit Begeisterung für Rapid, sondern ich genieße auch das Leben in dieser Stadt.

Viele Spieler brechen die Schule in dem Moment ab, in dem ihnen ein Profivertrag winkt. Du bist einer der wenigen Fußballspieler mit abgeschlossener Matura. Wie ist es dir auf der Schulbank ergangen?


Ich will nicht lügen. Mich hat der Fußball immer am meisten interessiert, aber meine Mutter hat darauf bestanden, dass ich auch die Schule abschließe. Ich habe die Handelsschule mit Matura abgeschlossen und darüber bin ich heute froh. Meine Schwester hat mir beim Lernen viel geholfen. Mit ihr wohne ich jetzt auch gemeinsam in einer Wohnung.

Hast du eine Freundin?

Im Moment nicht, aber ich bin auf der Suche. Ich hätte gerne jemanden, der mich ein bisschen am Boden hält, damit ich etwas zur Ruhe komme. Das wäre auch für meine Fußballkarriere gut.

Dann sag unseren Leserinnen, wo sie dich finden können, wenn du nicht gerade beim Rapid-Training bist...

Wenn ich es mir erlauben kann, auszugehen, dann gehe ich meistens ins Cream. Da finde ich die Atmosphäre irgendwie am besten.

Du magst also unsere Cafes und Clubs?

Natürlich mag ich sie, wenn ich auch nicht allzu oft ausgehen kann. Ich mag auch das Leben in Fünfhaus, dem Bezirk, in dem ich wohne. Wien hat eine Multi-Kulti-Atmosphäre und das ist super....

Interview: Petar Rosandić / KOSMO

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