PANORAMA 20.05.2014

Hochwasser: Schwere Vorwürfe gegen Dodik-Regierung

Bosnische Medien erheben schwere Vorwürfe gegen die Regierung der Entität Republika Srpska, deren Premierministerin Željka Cvijanović trotz rechtzeitigen Warnungen vor dem Hochwasser keine entsprechenden Schritte eingeleitet hat.

Obwohl die Regierung der Republika Srpska drei Tage vorher über den kommenden Ansturm der Wassermassen Bescheid wusste, wurde in der Entität kein Ausnahmezustand ausgerufen. Bei einer Regierungssitzung lehnte es sogar Regierungschef Milorad Dodik persönlich ab, einen Ausnahmezustand und damit eine Evakuierung einzuleiten. „Man hätte die Menschen rechtzeitig evakuieren können“, lautet der Vorwurf von Medien, die das Verhalten der RS-Regierung kritisieren.

Der Ausnahmezustand wurde erst am 17. Mai ausgerufen, nachdem in Städten wie Banja Luka, Doboj und Šamac schon das Chaos ausbrach. Die Regierungschefin sieht sich nicht verantwortlich und kritisiert vor allem die lokalen Regierungen. „Warum haben die lokalen Gemeinschaften keine Vorbereitungen getroffen? Sie haben genauso Bescheid gewusst“, so Cvijanović bei einer Pressekonferenz.

Auch Serbien kritisieren Medien, dass es keinen Katastrophenplan der Behörden gegeben habe. Das Land sei von der Situation völlig unvorbereitet getroffen worden.

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KOSMO-Redaktion

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