HOCHWASSER 20.05.2014

Hochwasser: Gefahr durch Seuchen und Minen

© zVg.
Behörden warnen vor dem Ausbruch vor Seuchen und vor Landminen, die durch das Hochwasser freigespült wurden.


Nachdem die Regenfälle in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien aufgehört haben und sich das Hochwasser langsam wieder zurückzieht, drohen den Bewohnern in den betroffenen Gebieten neue Gefahren. Am Montag warnte das bosnische Gesundheitsamt vor der drohenden Ausbreitung von Seuchen in den Hochwassergebieten. Die größte Gefahr sind die steigenden Temperaturen in den kommenden Tagen. Die Behörden befürchten dass es vor allem durch die Kadaver von verunglückten Tieren zu Verunreinigungen der Wasserversorgung und der Ausbreitung von Krankheiten wie Typhus oder Hepatitis kommen könnte.

Eine weitere Gefahr droht durch Minen, die sich nach dem Krieg in vielen Landstrichen noch in der Erde befunden haben und durch das Hochwasser freigeschwemmt wurden. Experten schätzen, dass sich noch 120.000 nicht weggeräumte Minen im Land befinden. Laut Angaben des Minenaktionszentrums (MAC) könnten die Sprengkörper von den Wassermassen über hunderte Kilometer transportiert worden sein. So ist zu befürchten, dass die Minen sogar bis zum Schwarzen Meer gespült werden könnten.

Medien in Bosnien-Herzegowina sprechen von Schäden, die höher sind als die des Kriegs in den 1990er Jahren. Für heute wurde in Bosnien-Herzegowina ein staatsweiter Trauertag ausgerufen. 

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KOSMO-Redaktion


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