SPORT 10.01.2014

Handball: Balkan-Mannschaften im Spitzenfeld

© zVg.
In Dänemark findet vom 12. bis zum 26. Jänner die elfte Handball-Europameisterschaft statt.


Unter den Teams aus dem ehemaligen Jugoslawien nehmen Kroatien, Serbien, Montenegro und Mazedonien an der EM teil. Kroatien und Montenegro treffen in einer Gruppe gemeinsam mit Schweden und Weißrussland aufeinander, während Serbien den Weg ins Viertelfinale über Siege gegen Frankreich, Polen und Russland suchen muss.

Für Kroatien ist dies die erste Meisterschaft ohne Ivan Balić, das Handballgenie, das sich inzwischen von der kroatischen Nationalmannschaft verabschiedet hat. „Diese Entwicklung war nach der Europameisterschaft in Serbien abzusehen, als ich immer weniger gespielt habe. Natürlich war ich enttäuscht, dass ich nicht gefragt wurde, aber so ist das Leben“, kommentierte Balić.

Kroatien und Serbien unter den Favoriten

Die größte Sensation bildet direkt vor der Meisterschaft die Platzierung Österreichs, das es im Gegensatz zu Deutschland geschafft hat, einen Platz in Dänemark zu erobern. Österreich trifft in der Gruppe A auf den Gastgeber Dänemark, Mazedonien und Tschechien. „Es ist unglaublich, dass wir das geschafft haben. Ich glaube, dass wir erst nach einer Weile begreifen werden, was uns da gelungen ist“, sagte der Kapitän der Mannschaft, Viktor Szilagy. Im Tor des Teams steht schon seit Jahren Nikola Marinović, ein 36-jähriger Belgrader, der seine Karriere bereits in den neunziger Jahren bei Crvena Zvezda begann. Für die österreichische Mannschaft bestritt er schon 123 Spiele.

Als Hauptfavoriten der Meisterschaft gelten Dänemark, Kroatien, Spanien und Serbien. Der Trainer der serbischen Nationalmannschaft, Ljubomir Vranješ, erklärte, dass Serbien es weit bringen könnte, wenn es „nur genügend Glück und guten Willen“ hätte. „Jede Mannschaft ist gut. Frankreich ist in den letzten Jahren eine der besten, Polen hat ein sehr gutes Team und Russland auch. Jede Mannschaft, die sich für die EM qualifiziert hat, besteht aus guten und erfahrenen Spielern“, schließt Vranješ.

Petar Rosandić / KOSMO

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