POLITIK 16.01.2015

Grabar-Kitarovic: „Kosovo ist nicht mehr Serbien“

Die neugewählte kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović sorgt mit ihren ersten Aussagen in der ganzen Balkanregion für Aufmerksamkeit.

In einem Interview für den bosnisch-herzegowinischen Fernsehsender BHT1 bezeichnete Grabar-Kitarović die in Kroatien lebenden Serben als Kroaten. „Auch wenn jemand einen orthodoxen Glauben hat und eine serbische Nationalität, so ist er trotzdem Kroate wegen seiner kroatischen Staatsbürgerschaft“, so die Präsidentin im Interview, welches nächste Woche ausgestrahlt wird. In Bezug auf Serbien blieb Grabar-Kitarović sehr kontroversiell: Sie schlug dem Nachbarland eine Anerkennung des Kosovo vor. „Es ist einfach die Realität, dass der Kosovo eigenständig ist. Ich glaube, dass sich auch alle in Serbien bewusst sind, dass es nicht mehr Teil Serbiens ist“, so die neugewählte Präsidentin.

Auch Kim Jong-un hat gratuliert

Aus Serbien gibt es noch keine offiziellen Stellungnahmen der Regierung und des Präsidenten zu den neuesten Aussagen der konservativen Politikerin. Der serbische Präsident Tomislav Nikolić und der Regierungschef Aleksandar Vučić haben der Mitte-Rechts-Politikerin kurz nach der Wahl zum Sieg gratuliert. Mittlerweile bekam Grabar-Kitarović zahlreiche Gratulationsbotschaften, unter anderem von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Markel. Skurril ist hingegen die Botschaft des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un, der über die Volksversammlung Nordkoreas einen Gratulationsbrief an Grabar-Kitarović senden ließ.

KOSMO-Redaktion

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