BUNDESHEER 08.05.2014

Gleiche Chancen, gleiche Bezahlung

© KOSMO / Radule Božinović
Immer mehr junge Frauen interessieren sich für eine Karriere im österreichischen Bundesheer. Beim Girls Day Ende April konnten sie die Vorzüge einer Karriere in Uniform kennenlernen.


Seit 1998 sind Frauen ein fixer Bestandteil des österreichischen Bundesheeres. Wie wichtig die Frauen in den olivgrünen Uniformen für das Bundesheer mittlerweile sind und wie sehr sie zum Selbstbild des Heeres gehören, zeigt sich nicht nur im militärischen Alltag. Dies verdeutlichte auch wieder der Girls` Day, eine Informationsveranstaltung für junge Mädchen, die an einer Karriere im Bundesheer interessiert sind.

Mehr als 800 junge Frauen der Jahrgänge 1994 bis 1997 besuchten die österreichweite Veranstaltung, die Ende April in sechs verschiedenen Kasernen stattfand. Dort konnten sie von den Wehrdienstberaterinnen und Wehrdienstberatern nicht nur Theoretisches erfahren, sondern bekamen auch einen praxisnahen Einblick hinter die Kulissen. So konnten sie im Rahmen von dynamischen Leistungsschauen Ausrüstung und Bekleidung testen, die Unterbringung und Versorgung kennenlernen und sich Tipps von Experten holen.

Großes Interesse

Dass das Interesse am Bundesheer unter jungen Mädchen und Frauen zunimmt, zeigt sich auch beim Girls` Day in Mistelbach: Als die KOSMO Redaktion in der dortigen Bolfras-Kaserne ankommt, sind schon 230 neugierige Mädchen vor Ort. „Früher hatten wir beim Girls` Day meistens unter 100 Teilnehmerinnen, jetzt sind es schon 230. Und die Zahl wächst von Jahr zu Jahr. Es zeigt sich immer wieder, dass unter den Mädchen immer mehr Interesse herrscht. Da die gleichaltrigen Burschen davon ausgehen, dass die Bundesheer-Zeit sowieso auf sie zukommt, sind die Mädchen auch viel neugieriger“, sagt Offiziersstellvertreter Christian Distl zu KOSMO.

Vor Ort erwarten die Mädchen auch aktive Soldatinnen, die den Mädchen von ihren Berufsweg im Bundesheer erzählen. Eine davon ist auch Wachtmeister Vanessa Kauer, die aus Mautern angereist ist, um den Mädchen beim Girls` Day zur Seite zu stehen. „Es freut mich, dass so viele junge Mädchen heute gekommen sind. Es ist für mich auch eine Möglichkeit den jungen Frauen meinen Beruf vorzustellen und Ihnen auch gewisse Ängste und Vorurteile zu nehmen“, sagt Frau Kauer vom Panzerstabsbataillon 3.

Ein sicherer Arbeitsplatz


„Der größte Vorteil einer Bundesheerkarriere für eine Frau ist nicht nur der sichere Arbeitsplatz, sondern auch die Gleichberechtigung. Man kann genauso viel leisten und wird genauso gut bezahlt wie die männlichen Kadersoldaten“, sagt Kauer. Abgesehen von der gelebten Gleichberechtigung, erzählen die Frauen im Heer den Mädchen vor allem von der Vielfalt an Möglichkeiten, die sie im Heer erwarten. Frauen stehen nämlich alle Türen offen, um eine Karriere als Panzerfahrerin, Kompaniekommandantin, Pilotin oder Militärärztin einzuschlagen.

Dass sie für ihre Arbeit und ihre Leistung den gleichen Respekt wie die männlichen Kader bekommen, beweist auch eine bahnbrechende Entscheidung von Verteidigungsminister Gerald Klug. „Ich habe vor ein paar Wochen die erste Frau in den Generalsrang erhoben. Das Österreichische Bundesheer hat damit gezeigt, dass Frauen beim Bundesheer alle Möglichkeiten offen stehen. Das Bundesheer hat sich am Girls Day als attraktiver Arbeitgeber präsentiert und ich möchte die vielen Besucherinnen dazu ermutigen, diese Chance zu nutzen und den Beruf Soldatin zu ergreifen“, so Klug in einer Aussendung.

„Es ist schön zu sehen, dass es den jungen Frauen hier bei uns gefällt. Ich hoffe stark, dass wir uns mit einigen sicher wiedersehen, wenn sie bei uns ihre Karrieren beginnen“, sagt Offiziersstellvertreter Distl zu KOSMO am Ende des Girls` Days.

Petar Rosandic / KOSMO

Im Web: soldatin.bundesheer.at

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