PANORAMA 09.04.2014

Gewalt gegen Roma nimmt zu

© zVg.
Anlässlich des gestrigen internationalen Tags der Roma wurden Berichte über die Situation der Roma veröffentlicht.


Laut einem gestern präsentierten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der Rassismus gegen Roma und Sinti in der Europäischen Union zugenommen. Laut Amnesty International haben 90 Prozent der geschätzten 12 Millionen europäischen Roma mit schwerer Armut zu kämpfen. Daneben leiden die Roma zunehmend unter Gewalt, Beschimpfungen und Ausgrenzungen. Am schlimmsten ist die Situation der Roma in Griechenland, Tschechien und Frankreich, gefolgt von Serbien, Bulgarien und Ungarn, wie es in dem Bericht heißt.

Am gestrigen internationalen Roma-Tag gab die schwedische Regierung bekannt, dass man an einer europäischen Task Force arbeite, um die Situation der Roma in Europa zu verbessern.

Auch in Serbien wurden gestern aktuelle Zahlen zur Diskriminierung der Roma veröffentlicht. Nach Schätzungen der serbischen Gleichberechtigungsbeauftragten Nevena Petrušić sind Roma in Serbien die am meisten von Diskriminierung betroffene Volksgruppe. Das serbische Innenministerium hat im Vorjahr 33 ethnisch motivierte Zwischenfällte gegen Roma in Serbien registriert. Insgesamt leben in Serbien 147.000 Angehörige der Roma und Sinti (Stand 2011). Sie stellen seit Jahren den Großteil der aus Serbien stammenden Asylanträge in Staaten der Europäischen Union. Allerdings werden nur 0,2 Prozent der Anträge anerkannt; der Rest wird als unbegründet zurückgewiesen.

KOSMO-Redaktion

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