POLITIK 04.05.2015

FPÖ attackiert 19-Jährigen wegen „In sha Allah“-Posting

Ein bosnischstämmiger Neos-Kandidat wird von der FPÖ attackiert, weil er auf seiner Facebook-Seite „In sha Allah“ postete.


Alen Tahić ist 19 Jahre alt und kandidiert für die Neos im oberösterreichischen Landtag. Seit über einer Woche ist der junge Mann mit Wurzeln in Bosnien-Herzegowina zur Zielscheibe der FPÖ Linz geworden. Grund des Angriffs: Tahić hatte ein Facebook-Posting, in dem er seine Kandidatur für die Neos bekanntgab, mit den Worten „In sha Allah“ („So Gott will“) beendet.

Die FPÖ Linz empörte sich daraufhin über das „verbale Arsenal der Einwanderer“ und verglich das „In sha Allah“-Posting mit dem „Hurensohn“-Sager des iranischstämmigen Rappers Nazar. Eine starke FPÖ werde verhindern, dass jemand mit „In sha Allah“ in den Landtag einziehe, heißt es abschließend.

Tahić hält dagegen

„Was den Unterschied macht ist, dass ein Pröll sonntags in die Kirche gehen kann, weil er Katholik ist und wenn ein Alen Tahić auf seinem privaten Profil mit ‚so Gott will‘ antwortet, wird das ein Problem für die FPÖ“, schreibt Alen Tahić in einer Reaktion per Facebook. „Das ‚In sha Allah‘ ist nur nebensächlich“, so Tahić in einem anderen Posting. „Hier geht es primär darum, die paar noch unschlüssigen Wähler, die Richtung FPÖ tendieren, zu mobilisieren. Schlagwörter sind: Moslem, In sha Allah, IS, Erdogan, Landtag. Da macht''s ‚klick‘ bei denen.“

KOSMO-Redaktion

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