INTEGRATION 29.01.2014

Experten kritisieren Integrationsstrategie der Regierung

© zVg.
Kritik am an der Integrationsstrategie der österreichischen Regierung kam heute von einer Expertenkommission für Integration.


Vertreter des von SOS Mitmensch initiierten Alternativen Integrations-Expertenrats präsentierten bei einer Pressekonferenz die Detailergebnisse ihrer Überprüfung des Regierungsprogramms. Das Programm der Regierung wurde in Sachen Integration als lückenhaft und vage bezeichnet. SOS-Mitmensch-Sprecher Alexander Olllak, einer der sechs Vertreter des Expertenrats, sieht darin keine ausreichende Handlungsgrundlage für die kommenden fünf Jahre. Konkrete Kritikpunkte umfassen etwa die Bildung und den Umgang mit Merhsprachigkeit.

"Chancengleichheit für alle Kinder sollte eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ziele sein. Doch eine umfassende Bildungsreform sucht man im Programm vergeblich. Lediglich ein paar kleine positive Bausteine sind darin enthalten", sagte Mari Steindl, Geschäftsführerin des Interkulturellen Zentrums.

Im Umgang mit Mehrsprachigkeit ortet der Expertenrat sogar einen Rückschritt gegenüber früheren Regierungsprogrammen: "Deutschkenntnisse sind wichtig, doch Deutschkenntnisse gegen andere Sprachenkenntnisse auszuspielen, ist kein Beitrag zu Integration. Wenn bestimmten Sprachen die Anerkennung und Förderung verweigert wird, gehen wertvolle Ressourcen für die Alltagskommunikation, die Wirtschaft und auch für die Identität von Menschen verloren", so der Germanist Prof. Hans-Jürgen Krumm.

KOSMO-Redaktion

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