INTEGRATION 04.02.2015

Ex-ÖVP-Chef fordert Kopftuchverbot an Schulen

© zVg.
Der ehemalige ÖVP-Parteiobmann Josef Riegler und der frühere ÖVP-Minister Heinrich Neisser fordern ein generelles Kopftuchverbot an Österreichs Schulen.


Die Debatte um sogenannte „integrationsunwillige“ Zuwanderer will nicht abreißen. Nun mischten sich zwei hochkarätige ehemalige ÖVP-Politiker in die Diskussion ein. Der ehemalige ÖVP-Obmann Josef Riegler und der frühere Minister und Nationalratspräsident Heinrich Neisser gehen in ihren Ideen noch weiter: Die beiden Ex-Politiker fordern ein generelles Kopftuchverbot an Schulen und ein Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit.

"Wir brauchen endlich einen verpflichtenden Ethikunterricht an den Schulen, in welchem die europäischen Werte vermittelt und die Kinder und Jugendlichen in diesem Wertesystem sozialisiert werden. Da hat das Kopftuch als Ausdruck der Ideologie der Ungleichheit von Mann und Frau keinen Platz", heißt es in einer Aussendung der Organisation Nova Europa, deren Präsidenten Neisser und Riegler heute sind.

Ausgelöst wurde die hitzige Debatte vor mittlerweile zwei Wochen durch die beiden SPÖ-Landeshauptleute Franz Voves und Hans Niessl. Sie hatten sich für Strafen für „integrationsunwillige“ Zuwanderer ausgesprochen. Daraufhin forderte Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) Strafen bis zu 1.000 Euro für „Integrationsunwillige“. Zuletzt meldete sich der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) mit der Forderung nach einem Integrationspass.

KOSMO-Redaktion

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