INTEGRATION 22.01.2014

Erstmals einheitliche Standards für Asylwerberquartiere

© zVg.
Bundesländer einigen sich auf einen Entwurf für einheitliche Standards in der Asylbetreuung.


In dem Entwurf, an dem sich alle neun Bundesländer beteiligten, sollen erstmals einheitliche Mindeststandards in der Unterbringung von Asylwerbern verwirklicht werden. Peter, Hacker, Leiter des Fonds Soziales Wien, der für die Flüchtlingsversorgung in Wien zuständig ist, sieht den Entwurf als ersten Erfolg.

Bisher wird die Versorgung von Asylwerbern in jedem Bundesland anders geregelt; die Standards gehen dabei stark auseinander. Der Entwurf der Bundesländer sieht etwa vor, dass nicht mehr als fünf Personen pro Zimmer einquartiert werden dürfen. Auch die Ausstattung der Räume und die sanitäre Versorgung sollen einheitlichen Standards unterworfen werden.  

Kritik gibt es von Herbert Langthaler, von der Asylkoordination Österreich, einer gemeinnützigen Organisation für Flüchtlinge. Wie Der Standard berichtet kritisiert Langthaler unter anderem die „Schwammigkeit“ der geplanten Regelungen und die Tatsache, dass Asylwerber mit besonderen Bedürfnissen nicht berücksichtigt werden. So sei bisher keine Regelung für die Barrierefreiheit der Quartiere vorgesehen. Auch ein Schutz für Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt waren oder Homosexuelle, die Anfeindungen ausgesetzt sind, ist nicht geplant.

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