SPORT 15.06.2015

ÖFB-Nationalteam: Erfolgsgeschichte der Integration

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Gestern hatte ich das Gefühl, wir könnten endlich stolz drauf sein. Und damit meine ich nicht die umstrittene, gleichnamige Kampagne der österreichischen Politik, sondern die so gut wie fixe EM-Teilnahme des Fußballnationalteams. Diese ist nämlich tatsächlich ein gemeinsamer und verbindender Erfolg für uns alle.

Das Nationalteam spiegelt nämlich heute nicht nur die österreichische Gesellschaft mit ihrer ganzen Vielfalt wider, sondern kann auch ein Vorbild für die Politik und die Wirtschaft sein. Im heimischen Fußball findet schon jahrelang – und zwar ohne Wenn und Aber – eine tatsächliche soziale Inklusion statt, von der das Land nun auch sportlich profitiert.

Die wahre Inklusion

Das Ergebnis dieser Inklusion hat jedoch mehr als nur eine sportliche Bedeutung. Im Gegensatz zu anderen Bereichen können wir – neue Österreicher und Menschen mit Migrationshintergrund – darin tatsächlich auch Identifikation finden. Egal ob klassischer Bauarbeiter vom Balkan, türkischer Kebabverkäufer, österreichischer Bergbauer oder Menschen aus Randgruppen wie der afrikanischen Community: hier sind wir alle Eins, hier sind wir alle tatsächlich vertreten und hier schlägt mein Herz zurecht für Österreich.

Das Österreich von morgen

Das Nationalteam zeigt uns, wie das Österreich von morgen aussehen könnte und wie erfolgreich man sein kann, wenn man Kräfte bündelt und das Gemeinsame und nicht das Trennende findet. Es ist immer wieder ein tolles, verbindendes Gefühl zu sehen, wie sowohl ehemalige "Jugo"-Kids aus dem Park, Söhne von nigerianischen Sängern und waschechte Österreicher aus den Bergen gemeinsam auf dem Platz stehen und für Österreich kämpfen und siegen.

Unabhängig davon wie wir in Frankreich abschneiden und wie weit dieses Team noch kommt: Alaba, Junuzović, Dragović, Fuchs, Harnik und Co. haben schon jetzt einen großen Beitrag geleistet. Die österreichische Politik könnte sich von den Kickern ruhig was abschauen. Und das ohne Wenn und Aber.

Petar Rosandić / KOSMO

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