INTERVIEW: HOLY SHIT 09.09.2014

Eine Marke erobert die Stadt

© HOLY SHIT / Tom Fux
Julia Kosorić macht mit ihrem Label HOLY SHIT Mode, die Grenzen verschiebt. Die Botschaften sind klar, ihre Prints auf den T-Shirts, Trainingshosen und Kappen sagen, was viele bereits denken. Viele bekannte österreichische Persönlichkeiten tragen ihre Stücke bereits.


KOSMO: Wie würdest du deinen persönlichen Stil beschreiben?

Julia Kosorić: Das hängt ganz von meiner Stimmung ab. Manchmal Hippie, dann wieder Grunge, aber ich mag auch den Boyfriend-Look. Aber ich habe immer meiner persönlichen Prägung. Meistens entscheide ich mich für eine Lederjacke und rot geschminkte Lippen.

Wann hast du die Mode für dich entdeckt?

Ich glaube, das war schon in der Volksschule. Oft bin ich mit meiner Mutter in ein Spielzeuggeschäft gegangen, wo es auch einen Ständer mit Barbiegewand gab. Da haben wir häufig gemeinsam einen Fetzen für meine Puppen ausgesucht. Wahrscheinlich habe ich diese Liebe zur Mode von meiner Mutter geerbt.

Wie bist du dazu gekommen, selbst Mode zu kreieren?

Meine Mutter und der Schuldirektor haben schon damals auf mich eingeredet: „Fang an, Mode zu machen!“ Da ich starrköpfig bin, habe ich natürlich nicht auf sie gehört, aber später habe ich begriffen, dass das das Einzige ist, was mich wirklich glücklich und zufrieden macht. Ich bin nie in eine Schule für Mode und Design gegangen, habe also keine Fachausbildung. Darum habe ich mit Print-T-Shirts begonnen.

Was ist die Botschaft deiner Mode?


Ich habe keine allgemeine Botschaft. Ich glaube, dass jedes Stück meiner Kollektion für sich spricht. Oft stehen auf meinen T-Shirts Ausdrücke und Gedanken, die viele Leute genauso empfinden. Aber ihnen fehlt der Mut, das auch laut zu sagen.

Wen willst du mit deiner Mode erreichen?


Nur Leute, die sich mit ihr Identifizieren.

Wo kann man deine Kollektion kaufen?

Derzeit in meinem Online-Shop www.HOLY-SHIT.at. Einige Stücke stehen auch im ersten Bezirk in Wien im KISSKISSBANGBANG-Shop zum Verkauf. Die Preise liegen zwischen 30 und 60 Euro.

Hast du ein paar Modetipps für unsere Leser?

Ich glaube, man muss nicht immer darauf schauen, was die anderen machen, z.B. die bekannten Schauspielerinnen, Sängerinnen etc. Man muss seinen eigenen Stil finden und ausschließlich das tragen, was die eigene Persönlichkeit betont.

Welche Ziele hast du?

Derzeit arbeite ich an der neuen Herbstkollektion. Ich arbeite an neuen Schnitten für T-Shirts. Allgemein möchte ich, dass die Marke HOLY SHIT in diesem Herbst mehr in Richtung Fashion geht, sondern dass sie sich von den „gewöhnlichen“ Print-T-Shirts abgrenzt und trennt.

Wie bist du auf den provokanten Namen deiner Marke gekommen?

Ich wollte, dass die Leute denken: „Holy Shit, was für tolle Stücke.“ Holy Shit bedeutet auf Deutsch „heilige Scheiße“. In unsere Sprache kann man es eigentlich gar nicht passend übersetzen.

Wer sind deine Modeikonen?

Ich mag den Stil von Kate Moss, den Olsen-Zwillingen und Georgie May Jagger.

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