EUROVISION SONG CONTEST 2015 18.05.2015

Ein Hauch Jugoslawien beim ESC

Morgen startet der 60. Eurovision Song Contest mit dem ersten Semifinale in Wien und schon seit letztem Samstag arbeiten rund 800 fleißige Volunteers an der Organisation des größten TV-Events der Welt. Unter ihnen sind auch Freiwillige aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien, Slowenien und Mazedonien. Wir haben eininge von ihnen besucht.


Ivana Rajkovača (24): "Ich wollte als Kind auf der ESC-Bühne stehen, aber leider habe ich kein Musiktalent“

Ivana ist in Villach, Kärnten, geboren, aber stolz, dass ihre Eltern ursprünglich aus der mittelbosnischen Gemeinde Usora kommen. Nach dem Gymnasium für Fremdsprachen in Villach begann sie Jura und BKS (Bosnisch/Kroatisch/Serbisch) zu studieren, wo sie gerade ihre Diplomarbeit schreibt. Für den ESC hat sie sich beworben, weil sie schon immer Teil dieses Events sein wollte: "Ich wollte schon als Kind auf der ESC-Bühne stehen, aber leider habe ich kein Musiktalent“, erklärt sie. Sveči, wie sie genannt wird, ist im Euroclub in der Ottakringer Brauerei tätig, dem Treffpunkt für Künstler, Delegierte und Journalisten in der ESC-Woche. „Alle hier sind sehr nett und verbreiten positive Energie", sagt sie abschließend.

Tatjana Radisavljević (22): „Bin jetzt Teil einer großen Familie“

Tatjana Radisavljević kommt aus Kruševac (Serbien), wo sie eine Musikschule besuchte. Nach der Schulzeit begann sie ein Studium in Englisch und American Studies an der Uni Wien. Ihre Leidenschaft für die Musik behielt sie als Mitglied des Uni-Wien-Chors bei. Schon 2008 war sei erstmals als Volunteer bei der  Junioren-EM im Schwimmen in Belgrad aktiv. Sie war auch Volunteer beim Davis Cup, Fed Cup, der Universiade und Handball-EM für Männer in Serbien. „Aber, mein größter Wunsch war, Teil des ESC zu sein. Jetzt bin ich Teil einer großen Familie, wo ich schon viele nette Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt habe". Sie wird den ESC im VIP Care bei der Betreuung der zahlreichen internationalen Gäste unterstützen.

Nenad Nikolić (24): „Mein Traum ist in Erfüllung gegangen“

Der 24-jährige Nenad Nikolić kommt aus dem Ort Požarevac in Serbien. Er hat Genetik in Wien studiert und ist jetzt im Masterstudium Molekularen Medizin. Nenad ist Mitglied der Organisation serbischer Studenten im Ausland (OSSAW). Daneben ist er beim Folklore Ensemble Bambi in Wien aktiv. Beim ESC wird er Delegation Host für Serbien sein, wo er hautnah mit der serbischen Delegation tätig sein wird. "Das ist eine große Ehre für mich. Mein Traum ist in Erfüllung gegangen, da ich schon als Kind Teil des ESC sein wollte!“, sagte er uns.

Melanie Pajić (24) und Žaklina Matić (20): „Fantstische Erfahrung“

Noch zwei nette junge Damen haben wir im Volunteers-Center getroffen: Melanie Pajić (24, Euroclub) aus Serbien und Žaklina Matić (20) aus Bosnien-Herzegowina. Melanies Mutter kommt eigentlich aus Smederevo und Melanie ist stolz auf ihre Herkunft. Sie absolvierte die Chemie-Fachschule in Wien und will noch Kinderärztin werden. "Zum Volontieren habe ich mich beworben, weil ich meine Lebensfreude wieder finden will und das wird sicherlich beim ESC klappen", erkjlärt sie.

Žaklina kommt wie Ivana auch aus Usora. Sie gewann vor einigen Jahren eine Gold- und Silbermedaille bei einer Weltmeisterschaft im Karate. Teil des ESC wollte sie schon immer sein: "Es ist so großartig Teil eines fantastischen Events zu sein. Ich bin so dankbar im besten Volunteers-Team Europas zu sein!".

Antonio Šećerović / KOSMO

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