KRIEGSVERBRECHEN 25.03.2015

Dodik: Srebrenica war „feiger Akt“

© zVg.
Der Präsident des bosnisch-herzegowinischen Landesteils Republika Srpska hat sein Bedauern über die Srebrenica-Opfer geäußert. Heuer jährt sich der Völkermord in dieser ostbosnischen Stadt zum 20. Mal.


Der Präsident der Entität Republika Srpska in Bosnien-Herzegowina Milorad Dodik sagte heute zur serbischen Tageszeitung "Politika", das Massaker in Srebrenica war „kein Kampf für das Serbentum, sondern einer der schlimmsten Schläge gegen das Serbentum und eine Feigheit“. „Wir brauchen eine Wahrheit, die von allen akzeptiert wird“, sagte der Entitätspräsident und fügte hinzu, die Institutionen in der Republika Srpska hätten keinen Angeklagten für dieses Verbrechen versteckt. Dodik äußerte auch sein Bedauern über die Opfer von Srebrenica. "Das war ein riesengroßes Verbrechen, das eine große politische Krise angerichtet hat", so Dodik.

Milorad Dodik gab bereits 2007 in einem Interview für das bosnische Hayat-Fernsehen zu, in Srebrenica sei ein Völkermord passiert: „Ich weiß sehr wohl, was in Srebrenica geschah, es war ein Völkermord“, sagte damals Dodik. Danach revidierte er diese Aussage und sprach lediglich von „einem großen Verbrechen“. Der Internationale Strafgerichtshof in den Haag hat das Massaker von Srebrenica vom Juli 1995 als Völkermord eingestuft und bisher rund 30 Offiziere und Soldaten der Armee der bosnischen Serben deswegen verurteilt.

KOSMO-Redaktion

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